Der „Dinosaurier” im Kryptozoikum

Ebay hebt in den Krypto-Space ab

Veröffentlicht: 15.07.2021 | Geschrieben von: Ricarda Eichler | Letzte Aktualisierung: 15.07.2021
Ebay

PayPal machte es im März vor, der ehemalige Mutterkonzern Ebay zieht nun nach. Bereits im Mai kündigte Ebay an, dass man ins Geschäft mit Kryptowährungen einsteigen will. Der Handel mit den zunehmend beliebten NFT-Kunstwerken ist mittlerweile auf Ebay möglich. Eine allgemeine Einführung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel wird weiterhin erwogen.

Digitaler Kunsthandel

Der Handel mit NFT-Kunst ist mittlerweile kein reiner Internet-Hype mehr. Im März verkaufte das renommierte Auktionshaus Christie’s das NFT-Kunstwerk „Everydays: The Fist 5,000 Days“ des Künstlers Beeple für sagenhafte 69,3 Millionen US-Dollar. Spätestens seit dem ist klar, dass man mit NFT-Kunst viel Geld machen kann.

Ebay hat den Handel mit der digitalen Kunst nun auf seinen Marktplatz integriert. In der Rubrik „Sammeln und Seltenes“ lassen sich Werke „Aufkommende NFTs“ finden. Und auch in der Rubrik „Kunst“ gibt es nunmehr eine eigene NFT-Kategorie. Der Erwerb dieser ist darüber hinaus via Fiat-Währungen möglich – damit ist es für den NFT-Einsteiger möglich, auch ohne eigenes Krypto-Wallet ein Kunstwerk zu erstehen

Was steckt hinter der NFT-Kunst?

NFT steht für „Non-fungible Token“, zu deutsch „Nicht austauschbarer Wert“ und bezeichnet damit eine mit der Blockchain verkettete Sache. Das kann ein digitales Kunstwerk sein, oder beispielsweise eine Autogrammkarte eines beliebten Sportlers

Ähnlich wie bei Sammelkarten und Stickeralben baut viel vom NFT-Hype auf dem menschlichen Sammeltrieb auf: Ist es selten, will man es umso mehr haben. Wenn nun alle eine bestimmte, nicht austauschbare Sache besitzen wollen, dann bestimmt diese Nachfrage den Preis der Sache. Da der NFT-Hype sich rein im Digitalen und auf der Blockchain abspielt, war er bis dato auch unweigerlich an Kryptowährungen gekoppelt.

Ebay beweist den Mut, voranzugehen

Ebay wurde 1995 gegründet und gehört damit zu den Alteingesessenen Internet-Unternehmen. Bei t3n spricht man gar von einem „Dinosaurier des Silicon Valley“. Dieser „Dinosaurier“ erweist nun nicht zum ersten Mal zukunftsweisendes Denken. Schon der Erwerb von Paypal bewies damals Ebay's Gespür für moderne Zahlungsmethoden. 

Während Kryptowährungen im physischen Handel noch weit entfernt sind, zeichnet sich doch immer mehr ab, dass sie im digitalen Handel zur Zukunft gehören. Unternehmen wie Facebook kreieren eigene Kryptowährungen. Und auch das Bundesministerium für Finanzen nimmt sich der Thematik inzwischen an und setzt auf verstärkte Sorgfaltspflicht.

Doch tatsächlich bezahlen kann man bei den meisten Online-Shops mit Bitcoin und Co. bisher nicht. Bei Ebay soll dies schon bald möglich sein. Wann genau die Integration abgeschlossen ist und welche Währungen nutzbar sein werden ist noch unklar. 

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