Niedersachsen und Bremen

Bargeld könnte mancherorts knapp werden – durch Streiks beim Geldtransport

Veröffentlicht: 06.07.2022 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 06.07.2022
Bargeld: Münzen und Scheine

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der Geld- und Wertbranche kämpfen für mehr Lohn. Seit Beginn der Woche kommt es in diesem Rahmen zu Streiks in Niedersachsen und Bremen – und dies könnte mancherorts auch Auswirkungen auf Unternehmen und deren Kundschaft haben: Verdi warnt nach Angaben des NDR, dass Bargeld an einigen Geldautomaten in beiden Regionen knapp werden könnte.

Verdi fordert höhere Gehälter

Nachdem in der vergangenen Woche die Verhandlungen über eine potenzielle Anhebung der Gehälter für die Angestellten in der Geld- und Wertbranche ohne Resultate vertagt wurden, hatte die Gewerkschaft zu einem mehrtägigen Streik aufgerufen: „Die Arbeitgeber sind noch erheblich von unseren Forderungen und den Bedürfnissen der Beschäftigten entfernt. Deshalb werden wir nun mit Warnstreiks den Druck erhöhen“, hieß es in diesem Rahmen von der zuständigen Verhandlungsführerin Sonja Austermühle.

Für die bundesweit etwa 10.000 Beschäftigten der Branche sieht Verdi „zum Teil noch erheblichen Nachbesserungsbedarf etwa in Fragen des Inflationsausgleichs, der Vergütungsunterschiede zwischen einzelnen Tarifgebieten und der Laufzeit der angestrebten Vereinbarungen“, heißt es auf der Gewerkschaftsseite. Mit den Streiks soll ein deutliches Signal gesetzt werden.

Konkret fordert Verdi je nach Tarifgebiet und Dienstleistung eine Steigerung der aktuellen Stundenlöhne zwischen 16,19 Euro und 20,60 Euro. Auch für betriebliche Angestellte setzt sich die Gewerkschaft ein: Für sie wird eine Anhebung der Bruttonentgelte um bis zu elf Prozent angestrebt.

Potenzielle Auswirkungen bis zum Wochenende

Die Streiks der Mitarbeitenden in der Geld- und Wertbranche waren je nach Region für einen Zeitraum zwischen Freitag, 1. Juli, und Dienstag, 5. Juli 2022, ausgerufen. Der NDR berichtet unter anderem, dass von 40 Touren, die in Hannover für Montag geplant waren, nur fünf tatsächlich gefahren wurden. Man müsse durch die Arbeitsniederlegungen und die vielen nachzuholenden Touren damit rechnen, dass womöglich noch bis zum Wochenende Auswirkungen zu spüren seien.

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