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Ausblick auf DHDL-Folge Drei

Ein Bier-Gadget, Wildtierfleisch und Fischköder in der Höhle der Löwen

Veröffentlicht: 12.09.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 12.09.2019
Ein Flaschenaufsatz für Bier bei Die Höhle der Löwen

Auch in der kommenden Woche werden wieder hoffnungsfrohe Gründer vor Investoren treten: In der „Höhle der Löwen“ stellen sie ihre Ideen und Innovationen vor – welche das sein werden, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Stickerstars bietet Stickeralben für Vereine

Stickeralben gehören für viele Menschen zu den besonders schönen Kindheitserinnerungen. Mit ihrem StartUp Stickerstars haben sich Michael Janek, Fabian Bönsch und Mirko Lauterbach zum Ziel gesetzt, eben diese Kindheitserinnerungen wieder zum Leben zu erwecken: Die Gründer wollen, dass sich quasi alle Vereine den Wunsch nach einem eigenen Sammelalbum erfüllen können. Dazu müssen sich alle Spieler, Trainer und sonstigen Teammitglieder fotografieren. Aus diesen Fotos entstehen die entsprechende Sticker, die dann im lokalen Supermarkt verkauft werden können. Für die Vereine sollen die Sticker-Projekte kostenlos sein; die Kosten übernehmen die Supermärkte vor Ort, die im Gegenzug die Stickerpacks und -alben exklusiv verkaufen können. Das Berliner StartUp will für eine Finanzierung in Höhe von 800.000 Euro zehn Prozent seiner Firmenanteile abgeben.

Sonnenenergie und der Geschmack von Bier

Taste Hero will Flaschenbier geschmacklich aufwerten

Ein frisch gezapftes Bier schmeckt besser als ein Bier aus der Flasche! Das ist die Meinung von Jürgen Schade und Thorsten Schäfer. Und auch zu Hause sollen Bierliebhaber nicht auf das Geschmackserlebnis eines gezapften Bieres verzichten müssen, finden die beiden. Aus diesem Grund haben sie einen Flaschenaufsatz namens „Taste Hero“ entwickelt, der sich auf jede handelsübliche Flasche aufstecken lassen soll: Dabei wird das Bier mithilfe von Zacken aufgewirbelt und mit Sauerstoff angereichert, wodurch der typische Geschmack eines frisch gezapften Fassbieres entstehen soll. Schade und Schäfer hoffen auf eine Investition in Höhe von 50.000 Euro sowie die Expertise eines „Löwen“. Mit dem Geld wollen sie eine Firma gründen, in Produktion gehen und die Vermarktung anschieben. Dafür würden sie sich von 20 Prozent ihrer Firmenanteile trennen.

SunCrafter nutzt die Kraft der Sonne

Bei Lisa Wendzich und Bryce Flemingham dreht sich alles um Strom. Die beiden, die sich in die Löwenhöhle wagen, bauen aus ausrangierten Solarpanels mobile Generatoren, die vollkommen eigenständig und unabhängig Strom generieren: Die am Tag gesammelte Stromenergie kann jederzeit – auch nachts – abgerufen werden. Da der SolarHub grundsätzlich unempfindlich gegen Umwelteinflüsse sein soll, eignet er sich für verschiedene Gelegenheiten: Nicht etwa nur für den urbanen Einsatz, beispielsweise um Mobiltelefone oder auch Elektroroller wieder aufzuladen, sondern auch auf Messen, Festivals oder sonstigen Veranstaltungen. Wendzich und Flemingham würden zehn Prozent ihrer Firmenanteile abgeben und visieren dafür 200.000 Euro Unterstützung von den „Löwen“ an, um die Technologie auch über Landesgrenzen hinweg zu etablieren.

Rentierfleisch und riechende Fische

RENJER bietet nachhaltiges Wildtierfleisch

„RENJER“ heißt das Produkt, das ein internationales Team aus Schweden entwickelt hat: Alexander Kirchmaier, Anton Vänskä und Tim Schulz präsentieren Trockenfleisch von Wildtieren, das nach Angaben des Teams nicht nur „extrem nachhaltig“ ist, sondern zudem auch sehr nährstoffreich. Das liegt daran, „weil die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung im Wald ihre Nahrung zu sich nehmen und nicht zusammengepfercht als Massenprodukt gezüchtet werden“, kommentiert Kirchmaier. Im Sortiment der Gründer findet sich mittlerweile Rentier-, Elch- und Hirschfleisch, wobei sich das Angebot bisher nur auf den skandinavischen Raum beschränkt. Für eine erfolgreiche Expansion auch nach Deutschland, würden die Gründer zehn Prozent ihrer Firmenanteile abtreten – erhoffen sich dafür aber 130.000 Euro von den „Löwen“.

iCapio 

Ebenfalls rund ums Tier dreht sich alles bei „iCapio“, was zu Deutsch „Ich fange” heißt. Dr. Christopher Rupp hat ein innovatives Angelködersystem entwickelt: Da Fische nur über kurze Distanzen sehen können, ihr Geruchssinn jedoch hingegen gut ausgeprägt ist, sollen seine Köder in erster Linie den Geruchssinn der Fische reizen. „iCapio gibt dem Raubfisch, was er kennt und was er liebt. Den Geruch und den Geschmack von echtem Beutefisch“, kommentiert der Pharmazeut. Der Köder wird dazu oberhalb des eigentlichen Köders befestigt und gibt während des Angelns langsam den natürlichen Fischgeruch ab. Insgesamt 95.000 Euro möchte Rupp einsammeln und würde sich dafür von 20 Prozent seiner Firmenanteile trennen. Ziel ist es, nicht nur den deutschsprachigen, sondern auch den US-amerikanischen Raum zu erobern.

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