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Break-Even: Kisura ist profitabel

Veröffentlicht: 19.08.2014 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 19.08.2014

Kisura erreicht den Break-Even: Nach 18 Monaten ist das Berliner Mode-StartUp profitabel. Kisura richtet sich gezielt an Frauen und will sie beim Online-Kauf von Kleidung umfassend beraten.

Frau zeichnet Break-Even Point ein

(Bildquelle Break-Even: vichie81 via Shutterstock)

„Unser Case widerlegt die vermeintliche Viel-hilft-Viel oder Effektivität-über-Effizienz Annahme im E-Commerce“, kommentiert Linh Ngnuyen, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Kisura.de, den Break-Even auf Monatsbasis. Kisura war im Mai 2013 gestartet und hat nun, nach 18 Monaten, die Profitabilität erreicht. Die monatlichen Umsätze liegen laut Firmenangaben im mittleren sechsstelligen Bereich. Von den bisher 20.000 gewonnen Kundinnen kauft rund jede Dritte mehrfach bei Kisura ein, betont das StartUp. Ab nun ist jede aber auch jede Erstbestellung profitabel.

"Wachstum und Effizienz widersprechen sich nicht"

„Wir haben Kisura zunächst mit Eigenmitteln gestartet und konnten dadurch gerade zu Beginn von unserer unternehmerischen Freiheit profitieren und den Fokus auf die interne Prozessoptimierung legen“, erklärt Nguyen. „Wachstumskapital in einstelliger Millionenhöhe aus zwei Seed-Runden wurde im Folgenden in Teamaufbau sowie technologische Innovation investiert. Unsere nachhaltige Entwicklung zeigt, dass Wachstum und Effizienz sich nicht widersprechen.“ Tatsächlich wirkt der Verlauf der Kisura-Finanzierung damit eher zurückhaltend. Viele andere StartUps bekommen immer wieder höhere Millionenbeträge zugesprochen, ohne die Profitabilität derart schnell zu erreichen.

„Gezielte Kundenansprache, Fokus auf Brand- und Trust Building sowie stetige Verbesserung der Onsite-Kommunikation ermöglichen neben der Neukundengewinnung auch die langfristige Kundenbindung“, ergänzt Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin Tanja Bogumil. Über 70 Prozent der Kundinnen würden Kisura „bedingungslos“ an Freunde und Familienangehörige weiterempfehlen – ein weiteres Zeichen, dass die Kundenbindung des StartUps erfolgreich ist.

Kisura will wichtigste Curated-Shopping-Plattform für Frauen in Europa werden

Dass Kisura nun profitabel ist, sei die beste Voraussetzung für Wachstum und Expansion. Das Unternehmen plane nun, die Plattform zum wichtigsten Curated-Shopping-Anbieter für Frauen in Europa auszubauen.

Das StartUp konzentriert sich dabei vor allem auch auf die Kundenberatung, die im Bereich Mode, Styling und Kosmetik von großer Bedeutung ist – vor allem im Internet. Dabei stellen gerade diese Bereiche die Berater vor einige Herausforderungen, schließlich ist die visuelle Verbindung zu den Kundinnen hier besonders wichtig. Um die Beratung verbessern zu können, hat Kisura im Januar 2014 eine Video-Chat-Beratung integriert. Damit erhalten die Kundinnen die Möglichkeit, sich per Video mit ihren Stylistinnen zu unterhalten – eine sinnvolle und auch notwendige Ergänzung zur traditionellen Telefon- und E-Mail-Beratung.

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