Unklare Wartezeiten

Saturn wegen nicht-gelieferter PS5 abgemahnt

Veröffentlicht: 19.01.2021 | Geschrieben von: Sandra May | Letzte Aktualisierung: 19.01.2021
Saturn-Store in Berlin

Glücklich haben sich sicherlich die Spielefans geschätzt, die sich eine PlayStation 5 über Saturn vorbestellt haben, denn aktuell ist die begehrte Konsole ausverkauft. Dennoch dürfte die Vorbestellung bei vielen Käufern zu Frust führen, denn: Die Konsole ist zwar bezahlt, eine Bestellbestätigung gab es allerdings nicht. Wegen genau dieser Praktik wurde Saturn nun von der Verbraucherzentrale Sachsen abgemahnt.

Unverbindliches Angebot

Saturn gestaltet das Angebot in seinem Shop prinzipiell unverbindlich. Das bedeutet, dass der Kaufvertrag nicht dadurch zustande kommt, dass der Kunde den Bestellbutton klickt. In den AGB heißt es dazu konkret:

„§3 Vertragsabschluss

(2) Durch Klicken auf den Button „Kaufen“ gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Kauf der im Warenkorb befindlichen Ware ab und ist mit der Geltung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen einverstanden.

(4) Die nach Absenden der Bestellung automatisch versendete Bestellbestätigung bestätigt den Inhalt und den Zugang der Bestellung des Kunden bei Saturn, stellt aber noch keine Annahme des Angebots des Kunden dar. Saturn wird die Annahme entweder durch Versenden einer Versandbestätigung oder durch Versand der Ware innerhalb von fünf Werktagen ab Eingang der Bestellung des Kunden erklären. Gibt Saturn innerhalb dieser Frist keine Annahmeerklärung ab, wurde die Bestellung des Kunden nicht angenommen.“

Zahlung auf Vorkasse ohne Bestellbestätigung

Das Problem ist nun, dass die Käufer per Vorkasse bezahlt haben, allerdings keine Bestellbestätigung erhalten habe. Ob sie die Konsole noch bekommen, ist zweifelhaft. Immerhin wird diese noch immer als „nicht lieferbar“ gelistet. Wie lange das Geld einbehalten wird, ist auch unklar. „Kundenunfreundlich, intransparent und unwirksam“ lautet daher das Urteil der Verbraucherzentrale Sachsen, die PC-Welt zufolge eine Abmahnung gegen das Unternehmen ausgesprochen hat. Von einer Unternehmenssprecherin hieß es dazu, dass man die Abmahnung prüfen und bewerten werde. 

Lieferprobleme anderer Händler

Auch andere Online-Shops haben Probleme mit dem großen Andrang auf die Konsole. So musste Otto manche Bestellungen stornieren, da es technische Probleme mit dem Abgleich des tatsächlichen Lagerbestandes gab. 

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