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Überbrückungshilfe

Bundesregierung bastelt an neuen Corona-Hilfen für den Mittelstand

Veröffentlicht: 25.05.2020 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 25.05.2020
Geld im Rettungsring

Kleine und mittelständische Unternehmen könnten schon bald eine weitere Finanzspritze erhalten. Die Bundesregierung soll aktuell an weiteren Corona-Hilfen für Betriebe mit bis zu 249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten. Dank des neuen Programms sollen Firmen in den kommenden sechs Monaten monatlich bis zu 50.000 Euro erhalten. 

„Ziel der Überbrückungshilfe ist es, kleine und mittlere Unternehmen aus Branchen, die unmittelbar oder mittelbar durch Corona-bedingte Auflagen oder Schließungen betroffen sind, für die Monate Juni bis Dezember 2020 eine weitergehende Liquiditätshilfe zu gewähren und sie so in der Existenz zu sichern“, zitiert die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) aus einem Eckpunktepapier.

Umsatzeinbrüche von mindestens 60 Prozent erforderlich

Firmen aus allen Wirtschaftsbereichen aber auch Solo-Selbstständige und Freiberufler sollen Anträge auf die neuen Corona-Soforthilfen stellen können. Allerdings müssen ihre Umsätze in den Monaten April und Mai um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen sein. Unternehmen, die bereits Soforthilfen von Bund oder Ländern erhalten haben, sind ebenfalls antragsberechtigt. Insgesamt sollen bis zu 25 Milliarden Euro in das neue Hilfsprogramm investiert werden.

„Ich begrüße den Plan sehr“, betont Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) gegenüber der NOZ. „Das ist kein Strohfeuer, sondern ein langfristiger und somit nachhaltiger Ansatz, da die Hilfen bis Ende des Jahres gezahlt werden sollen.“ Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) zeigt sich erfreut über den Plan der Bundesregierung: „Neben Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmen geraten zunehmend auch mittelständische Betriebe durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in existenzielle Schwierigkeiten. Eine Ausweitung der Soforthilfen des Bundes auf Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten halte ich für dringend erforderlich, damit unsere Wirtschaft die Corona-Krise so erfolgreich wie möglich übersteht. Die ,Bazooka' sollte dafür noch genügend Munition haben.“

Markus Söder fordert Grenzen der Corona-Hilfen

Die neuen Pläne für weitere Hilfsmaßnahmen dürften allerdings nicht ganz kritiklos angenommen werden. Erst Ende letzter Woche hatte sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder dafür eingesetzt, die Corona-Hilfen nicht ausufern zu lassen und Obergrenzen zu setzen. Seiner Meinung nach, dürfe der Staat „nicht einfach nur Geld verteilen“.

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