Der frühe Vogel

Erneute Kritik aus der Politik: Coronahilfen zu hoch?

Veröffentlicht: 04.12.2020 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 04.12.2020
Sparschwein schwimmt in Geld

Die von der Bundregierung beschlossenen Coronahilfen stoßen auch innerhalb der eigenen Reihen immer wieder auf Kritik. Erst vor wenigen Tagen hat eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben, dass die aktuellen staatlichen Entschädigungszahlungen in der Coronapandemie viel zu großzügig angesetzt sind und rund zehn Milliarden Euro höher ausfallen als eigentlich nötig. In eine ähnliche Kerbe schlägt nun auch Eckhardt Rehberg, Chefhaushälter der Unionsfraktion, und plädiert dafür, die Coronahilfen zu reduzieren.

„75 Prozent vom Umsatz können nicht Basis sein“, wird er mit Verweis auf den Deutschlandfunk beim Spiegel zitiert. Seiner Auffassung nach wird der Staat nicht die gesamten hohen Kosten stemmen können. Sollten die aktuellen November- und Dezemberhilfen etwa bis Ostern weitergezahlt werden, ergebe das eine Gesamtsumme von insgesamt 75 Milliarden Euro. Rehberg hält es deswegen für richtig, die Hilfen in Zukunft zu reduzieren und wieder nur für die Fixkosten der betroffenen Unternehmen aufzukommen, wie es bei den ersten beiden Überbrückungshilfen bereits der Fall war.

Zalando setzt auf genderneutrale Kundenansprache

Der Online-Modehändler Zalando will künftig auf Geschlechtsangaben in der Kommunikation mit den Kunden verzichten und setzt dafür auf eine genderneutrale Ansprache. Wie t3n berichtet, werde das Berliner Unternehmen stattdessen geschlechtsneutrale Anredeformen nutzen, wie den Vor- oder Nachnamen. Die gesamte Website von Zalando soll außerdem so umgestaltet werden, dass auch bei der Anmeldung kein Geschlecht mehr angegeben werden muss.

Der Versandhändler setzt sich schon seit einigen Jahren für mehr Diversity im eigenen Unternehmen ein. Bis zum Jahr 2023 soll 40 Prozent der Führungsebene weiblich sein, außerdem arbeite man vermehrt mit Black-Owned Brands zusammen, um beispielsweise auch Kosmetikprodukte für alle Hauttöne anbieten zu können. Aktuell läuft es beim Online-Modehändler sowieso mehr als rund. Die Cyber Week 2020 war für Zalando die erfolgreichste bisher, der Konzern konnte mehr als eine Million Neukunden gewinnen, zu Spitzenzeiten gingen rund 7.500 Bestellungen pro Minute ein.

Flixbus nimmt Betrieb Mitte Dezember wieder auf

Die Reisebranche wurde von der Coronakrise mit am schlimmsten getroffen. Das Fernbusreiseunternehmen Flixbus hatte sich dem von der Regierung beschlossenen Lockdown im November angeschlossen und den Betrieb komplett eingestellt, auch die Züge von Flixtrain standen still. Nun hat das Unternehmen allerdings angekündigt, ab 17. Dezember und pünklich zu den Weihnachtsferien wieder fahren zu wollen. Wie Flixbus auf Twitter mitteilte, können Kunden bereits jetzt schon Fahrten zwischen dem 17. Dezember 2020 und dem 11. Januar 2021 buchen, an Bord ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes Pflicht. Wie es nach dem 11. Januar weitergeht, werde man von der aktuellen Situation abhängig machen, bestätigte Geschäftsführer André Schwämmlein bei Heise Online.

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.