Vorschlag aus dem Bundesjustizministrium

Cookie-Banner sollen verbraucherfreundlicher werden

Veröffentlicht: 18.01.2021 | Geschrieben von: Sandra May | Letzte Aktualisierung: 11.02.2021
Verbraucher wird zur digitalen Marionette

Cookie-Banner seien oft wenig verbraucherfreundlich: Viel Text, viel Kleingedrucktes, komplizierte Browserfenster. All das mache sie schwer verständlich. Das findet jedenfalls Christian Kastrop, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Weiter meint Kastrop laut der FAZ: „Als Folge klickt der Verbraucher oft genervt auf ,Akzeptieren‘. Wir wollen das Ablehnen von Cookie-Einstellungen künftig genauso leicht wie das Einwilligen machen.“

Globales Ablehnen

So eine Vereinfachung könnte bedeuten, dass Webseitenbetreiber die Cookie-Banner künftig so gestalten müssen, dass ein Ablehnen aller technisch nicht notwendigen Cookies mit einem zentralen Button möglich sein muss. Bisher gehen die Meinungen der Juristen zu diesem Erfordernis auseinander, sodass aktuell viele Bannerlösungen ein globales Ablehnen aller Cookies nicht vorsehen. Stattdessen müssen Nutzer die unterschiedlichen Cookies einzeln abwählen.

Manipulation durch Digitalunternehmen

Kastrop denkt laut FAZ aber schon einen Schritt weiter: Digitalunternehmen haben am Setzen von Cookies auch ein ökonomisches Interesse. Sollen Cookie-Banner so vereinfacht werden, dass der Verbraucher einfacher das Setzen aller Cookies unterbinden können, so werde man von Seiten der Unternehmen darauf reagieren. Die Reaktion könne darin bestehen, dass Digitalunternehmen die Verbraucher durch „psychologische Tricks“ versuchen zu manipulieren. Auch das möchte der ambitionierte Staatssekretär verhindern.

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