Teilen Teilen Kommentare Drucken
Sharing Economy

StartUp Otto Now vermietet jetzt auch Möbel

Veröffentlicht: 10.12.2018 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 10.12.2018 | Gelesen: 1713 mal
Männer liefern Möbel

Menschen, die nur kurz in einer Wohnung leben oder einen Einrichtungsstil live statt digital testen wollen, können bei der Otto-Tochter Now Möbel für eine bestimmte Zeit mieten. Der Kunde hat laut Pressemitteilung bei ottonow.de verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Das Hamburger StartUp bietet Miet-Laufzeiten von sechs, zwölf und 24 Monaten, außerdem gibt es die Stilrichtungen Skandinavisch, Industrial und Vintage. Otto Now liefert die Möbel, baut sie auf, holt sie am Ende der Laufzeit wieder ab und bereitet sie für einen erneuten Verleih wieder auf. „Wer sich noch unsicher über Style, Größe und Farbe der Produkte für seine Wohnung ist, kann während der Miete alles ausprobieren”, erklärt Mitgründer David Rahnaward.

Otto-Kunden können zunächst aus 30 Artikeln wählen

Zu Beginn hat der Kunde rund 30 Artikel aus dem Bereich Home und Living zur Auswahl. So kostet zum Beispiel eine Kommode bei zwei Jahren Laufzeit 14,99 Euro im Monat. Ob sich das langfristig lohnt, muss jeder Interessierte selbst berechnen – für einige Produkte ist ein Kauf im Zweifelsfall billiger. So kostet ein Schaukelstuhl bei einer Laufzeit von 24 Monaten insgesamt rund 264 Euro Miete – dabei ist er für 260 Euro zu kaufen.
Aber könnte das Miet-Prinzip nicht den Möbel-Verkauf bei Otto schwächen? Rahnaward sagt Nein: „Otto Now ergänzt das Angebot und die Möglichkeiten, die Otto seinen Kunden bietet und spricht außerdem eine ganz andere Zielgruppe an: Menschen, die Möbel nur vorübergehend benötigen, weil sie zum Beispiel zur Zwischenmiete wohnen oder einen neuen Einrichtungsstil erstmal ausprobieren möchten. Für sie steht fest: ein Kauf lohnt nicht. Und da kommen wir ins Spiel.“

Ottos Miet-Plattform Now startete vor zwei Jahren mit 100 Elektro- und Sport-Artikeln, inzwischen kann man mehr als 700 Produkte mieten. Besonders beliebt waren 2018 Drohnen, Fernseher und Smartphones. Mehr als die Hälfte der Kunden entschied sich dabei für eine Miete von mindestens einem Jahr. „Wir wollen herausfinden, ob unser Mietservice auch im Online-Möbelhandel funktioniert. Gemeinsam mit Otto möchten wir neue Akzente setzen, uns an innovativen Lösungen für die Kunden ausprobieren und so auch die Marktführerschaft von Otto stärken“, sagt David Rahnaward. Kunden hätten sich in den vergangenen Monaten vermehrt gewünscht, auch Möbel mieten zu können.

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.

Meistgelesene Artikel