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Schwarze Zahlen in der Möbelbranche

Westwing klettert 2018 erstmals in die Gewinnzone

Veröffentlicht: 18.03.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 18.03.2019
Möbel vor einem dunklen Hintergrund

Die Geschäfte von Westwing liefen in den vergangenen Monaten sehr zufriedenstellend. Der in München ansässige Möbelanbieter hat jüngst die vorläufige Geschäftsbilanz für das Jahr 2018 präsentiert: Und diese zeigt, dass Westwing – erstmalig in der Unternehmensgeschichte – profitabel war.

Wie Gründerszene berichtet, lag das Ebitda von Westwing bei drei Millionen Euro. Dies ist eine deutliche Steigerung, denn noch im Vorjahr lag der Wert mit minus vier Millionen Euro deutlich im Negativbereich. Die Ebitda-Marge lag bei 1,2 Prozent. Im Vergleich zu 2017 konnten zudem die Umsatzerlöse um mehr als 16 Prozent auf insgesamt 254 Millionen Euro gesteigert werden.

Westwing: Bestandskunden als Erfolgsfaktor

Die hervorragende Entwicklung und das Erreichen des Break-even konnte Westwing zum einen aufgrund der guten Geschäfte in der deutschsprachigen Region verbuchen: In Deutschland, Österreich und der Schweiz mache der Möbelspezialist mehr als die Hälfte seiner Umsätze: „Dort erwirtschaftete der 2011 gegründete Online-Shop 133 Millionen Euro und verzeichnete eine Ebitda-Marge von vier Prozent“, schreibt Gründerszene weiter.

Zum anderen hat Westwing die jüngsten Erfolge nicht zuletzt auch seinen treuen Kunden zu verdanken. Die Kundenloyalität sei derart hoch, dass etwa 81 Prozent aller Bestellungen im vergangenen Jahr von Bestandskunden getätigt wurden. Kleiner Wermutstropfen: Die Häufigkeit der Einkäufe von Bestandskunden lag 2017 noch etwas höher.

Westwing peilt weiteres Wachstum an

Während Westwing im deutschsprachigen Raum eine gute Bilanz ziehen kann, gab es in anderen Märkten einige Rückschläge: In Italien musste der Möbelspezialist beispielsweise aufgrund negativer Zahlen Umstrukturierungen vornehmen. Darüber hinaus ließ das Unternehmen im Sommer letzten Jahres verkünden, einige Marktplätze, wie beispielsweise in Brasilien oder Russland, abstoßen zu wollen.

Nichtsdestoweniger bleibt der Kurs auf Wachstum gestellt: „Für 2019 erwarten Delia Fischer und ihre Mitgründer Georg Biersack, Tim Schäfer, Matthias Siepe und Stefan Smalla ein Umsatzwachstum sowie eine Ebitda-Marge auf dem Niveau von 2018“, schreibt Gründerszene. Dabei sei vor allem das zweite Halbjahr 2019 relevant.

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