Händlerumfrage von Shopware

Zwei Drittel der Online-Händler steigern ihren Umsatz

Veröffentlicht: 12.12.2019 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 12.12.2019
Pfeil aus Münzen

Der Shopsoftware-Anbieter Shopware hat mehr als 600 Online-Händler zu diversen Kennzahlen befragt, um die Stimmung im Online-Handel zu messen. Das Fazit lautet: Die Stimmung ist zufriedenstellend. Über 64 Prozent der befragten Händler vermelden im abgelaufenen Geschäftsjahr wachsende Umsätze. Etwa ein Viertel konnte die Zahlen aus dem Vorjahr halten, nur jeder zehnte Händler meldet Einbußen. Etwas verhalten sieht es nach wie vor beim mobilen Umsatz aus. Zwar lasse sich ein positiver Trend feststellen, für die meisten Händler liegt der mobile Anteil aber erst bei 20 bis 40 Prozent. Die positive Lesart lautet allerdings: Über 70 Prozent der befragten Händler erwirtschaften mittlerweile 20 Prozent oder mehr ihres Umsatzes über Mobilgeräte.

Die Umsätze werden dabei nur von etwa 30 Prozent der Befragten ausschließlich über den eigenen Online-Shop erwirtschaftet. Über 30 Prozent nutzen jeweils zusätzlich Amazon und Ebay und interessanterweise auch schon mehr als ein Fünftel Social-Media-Kanäle. Das beliebteste „zweite Standbein“ bleibt aber der stationäre Handel: 43 Prozent der Befragten betreiben zusätzlich ein Ladengeschäft.

Rechtliche Probleme als größte Herausforderung

Beim Thema Payment halten sich auch bei den von Shopware befragten Händlern die „deutschen Klassiker“ hartnäckig an der Spitze. Ganz oben thront die Vorkasse, die von 85 Prozent der Befragten angeboten wird, gefolgt von PayPal (77 Prozent) und dem Rechnungskauf mit 56 Prozent. Nachnahme und Lastschrift spielen mit jeweils nur knapp über 20 Prozent eine untergeordnete Rolle. Gewiss keine untergeordnete Rolle spielt das Thema B2B: Über die Hälfte (55 Prozent) der Händler beliefert sowohl B2C- als auch B2B-Kunden, ein gutes Drittel fokussiert sich auf das Endkundensegment.

Angesprochen auf die größten Probleme für ihren Betrieb nennen 64 Prozent rechtliche Unsicherheiten. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert sogar um 10 Prozentpunkte gestiegen. Zudem macht den Händlern vor allem der Konkurrenzdruck (43,5 Prozent) zu schaffen sowie die Verdrängung durch Marktplätze (38,5 Prozent). „Insgesamt war 2019 ein erfolgreiches Jahr für den E-Commerce. Neben gesteigertem Umsatz bei einem Großteil der Shopbetreiber rücken auch gesellschaftliche Themen wie Nachhaltigkeit immer weiter in den Fokus“, so das Fazit von Shopware.

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