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„Händler helfen Händlern“

E-Commerce-Initiative will stationären Händlern helfen

Veröffentlicht: 25.03.2020 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 25.03.2020
 Händler helfen Händlern

Durch das Coronavirus steht der gesamte Handel vor einem Kampf um Leben und Tod – gerade stationäre Händler sind durch die Schließungen und Ausgangsbeschränkungen besonders bedroht. Jetzt will eine Initiative aus verschiedenen mittelständischen Handelsunternehmen betroffene Online- und stationäre Händler vernetzen und letzteren dabei helfen, ihr Geschäft schnellstmöglich ins Web zu verlagern. Gegründet wurde „Händler-helfen-Händlern“ von den Machern von Rose Bikes, BabyOne und changelog.blog. 

Neue Händler-Initiative tauscht sich über LinkedIn-Gruppe aus

„Nur wenn wir jetzt gemeinsam handeln, sind wir in der Lage, die Krise zu überwinden. Dazu braucht es Kreativität und Wissenstransfer der Unternehmer, egal aus welchem Segment sie kommen – ob stationär oder online, Mittelstand oder Konzern, Traditionsunternehmen oder Start-Up“, erklärt Marcus Diekmann, CEO von Rose Bikes. In der dazugehörigen LinkedIn-Gruppe haben sich bereits knapp 1.000 Mitglieder versammelt, um sich dort zu vernetzen und auszutauschen. 

Händler-helfen-Händlern baut mit Shopware an E-Commerce-Plattform

Außerdem will die Initiative „Händler-helfen-Händlern“ den stationären Händlern eine IT-Plattform zur Verfügung stellen und diesen so den Weg in den E-Commerce ermöglichen. Daran werde „mit Hochdruck“ gearbeitet, heißt es. Schon Ende März soll die Onlinehandels-Plattform bereit stehen. Stationäre Händler sollen dann dort ihre Filialbestände hochladen können, die Auslieferung soll durch Taxen, Lieferdienste, Getränkelieferanten und andere regionale Logistikdienstleister erfolgen. An der Plattform arbeitet unter anderem auch der Shopsoftwarehersteller Shopware mit, dessen Entwickler in einem sogenannten Hackathon verschiedene Ansätze entwickeln sollen. „Wir sind dankbar für jeden Kontakt und jede Lösung, die uns dabei helfen können, eine solche Infrastruktur aufzubauen. Alle sind aufgefordert, Ressourcen abzustellen, insbesondere Unternehmen, die noch nicht so stark von der Krise betroffen sind“, sagt Marcus Diekmann in der Pressemitteilung der Initiative. „Ob uns das kurzfristig gelingt, wissen wir nicht, aber wir setzen alles daran.“

Diese Unternehmen sind bei der Initiative dabei

Bei der Initiative sind mittlerweile nicht nur Händler wie MediaMarkt, Saturn, TomTailor und Intersport, sondern auch Dienstleister, Handels- und Wirtschaftsverbände, Medien wie das Handelsblatt oder der Handels-Fachblog Location Insider sowie Forschungsinstitute wie das IFH Köln dabei. Auch Borussia Dortmund und der Händlerbund haben sich der Initiative angeschlossen.

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