Der frühe Vogel

Douglas macht Milliarden-Umsatz online und schließt jede siebte Filiale in Deutschland

Veröffentlicht: 29.01.2021 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 29.01.2021
Douglas Filiale

Spekulationen gab es bereits, nun steht es fest: Die Parfümeriekette Douglas wird ihr Filialnetz deutlich reduzieren, bis zum Herbst 2022 sollen rund 500 Läden geschlossen werden. Wie das manager magazin mit Verweis auf eine Konzernmeldung berichtet, werde es vor allem stationäre Läden in Südeuropa treffen. Aber auch hierzulande wird Douglas rund 60 der aktuell 430 bestehenden Geschäfte einstampfen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Douglas damit begonnen, das eigene Filialnetz zu prüfen. Die Coronakrise hat die Entscheidung über die Schließungen nun beschleunigt, so Douglas-Chefin Tina Müller. In Deutschland werden davon rund 600 der insgesamt 2.500 Stellen betroffen sein.

Dass es stationär im vergangenen Jahr eher schlecht lief bei der Kosmetikkette, zeigen auch die Unternehmenszahlen. Insgesamt wurde ein Erlös von 3,2 Milliarden Euro erreicht, ein Rückgang von 6,4 Prozent. Der Verlust stand bei rund 517 Millionen Euro. Ganz anders sah es dafür im Onlinegeschäft aus. Hier erreichte Douglas im Jahr 2020 erstmals eine Milliarde Euro Umsatz. Dass man online derart zulegen konnte, lag natürlich auch an Corona. Durch die Geschäftsschließungen kauften Kunden verstärkt im Internet ein. Ein Segen und Fluch zugleich für Douglas, wie sich zeigt.

Facebook soll Kartellklage gegen Apple vorbereiten

Streit zwischen zwei Tech-Giganten: Angeblich soll Facebook an einer groß angelegten Kartellklage gegen Konkurrent Apple arbeiten. Dem iPhone-Konzern wirft das soziale Netzwerk Marktmissbrauch vor, da es die eigenen Regeln anderen App-Anbietern immer schwerer machen sollen, mit Apples Diensten konkurrieren zu können, so Heise Online. Besonders Apples Vorgaben zu In-App-Käufen sowie die Datenschutzneuerungen rund um iOS 14 seien Facebook ein Dorn im Auge.

Obwohl Facebook wohl schon seit Monaten die Klage vorbereiten soll, regt sich innerhalb des Konzerns Widerstand. Da Facebook selber oft in Datenschutzskandale verwickelt ist, zeigen sich Mitarbeiter skeptisch, ob man sich überzeugend in der Opferrolle präsentieren kann. Facebook selber sehe Apple „verstärkt als einen der größten Konkurrenten“, man wolle deswegen gegen die „unfairen Vorgaben“ vorgehen, die anderen Apps schaden. Ob es tatsächlich zur Kartellklage kommt, ist allerdings noch unklar.

Mädchenflohmarkt unterstützt lokale Händler

In der Coronakrise haben die stationären Händler schwer zu kämpfen. Zur Unterstützung hat die Secondhand-Online-Plattform Mädchenflohmarkt jetzt eine eigene Soforthilfe-Aktion ins Leben gerufen, die sich allen voran an Secondhand-Boutiquen in ganz Deutschland wendet. Händler ohne eigenen Online-Shop können ihre Produkte auf maedchenflohmarkt.de kostenlos anbieten und verkaufen. „Wir haben überlegt, wie wir unsere Reichweite nutzen können, um Secondhand-Boutiquen unkompliziert, unbürokratisch und kostengünstig zu unterstützen. Mit der Soforthilfe-Aktion zeigen wir uns solidarisch mit der gesamten Secondhand-Branche“, erklärt Co-Gründerin Maria Spilka bei w&v.

Ab sofort und bis zum 30. Juni 2021 können die Händler die Plattform kostenlos nutzen, bei der Aktion werden den Teilnehmern neben der Verkaufsprovision auch eventuell anfallende Transaktionsgebühren erlassen.

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