Der frühe Vogel

About You verdoppelt den Umsatz und hebt seine Prognose

Veröffentlicht: 29.09.2021 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 29.09.2021
ABOUT YOU Management

Bei der Otto-Tochter About You läufts: Im zweiten Quartal stieg der Umsatz vorläufigen Zahlen zufolge zwischen 390 und 400 Millionen Euro an – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt das ein sattes Plus von bis zu 55 Prozent. Damit ergibt sich für das erste Halbjahr ein Gesamtzuwachs von rund 60 Prozent auf bis zu 822,1 Mio. Euro. Der bereinigte Betriebsverlust ist indes leicht gestiegen und beträgt 16 Millionen Euro.

Dabei kam es dem Unternehmen entgegen, dass es wegen gelockerter Corona-Beschränkungen wieder mehr Anlässe zum Kauf neuer Mode gab. Insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz konnte deshalb ein deutlich höheres Umsatzwachstum erzielt werden.  

„Durch den erwarteten starken Geschäftsverlauf der ersten Jahreshälfte und einen planmäßigen Start in die Herbst-/Wintersaison sind wir optimistisch und heben unsere Umsatzprognose für das Gesamtjahr“, kündigte CEO Tarek Müller an. Für das Gesamtjahr 2021/22 wolle man nun 1,725 bis 1,775 Milliarden Euro Umsatz erzielen – zuletzt wurden Werte zwischen 1,63 bis zu 1,75 Milliarden Euro erwartet. Bestätigt wurde auch erneut ein erwarteter Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 70 Millionen Euro, „da der erhöhte Konzernumsatz reinvestiert werden soll“, heißt es. Im dritten Quartal plant das Unternehmen starke Investitionen, u. a. in die eigene Expansion, beispielsweise seien höhere Marketingausgaben in Südeuropa geplant.

Seit Juni 2021 ist About You auch an der Börse vertreten. Die Anleger freute der optimistische Ausblick, der Preis pro Aktie legte laut Handelsblatt um bis zu 3,5 Prozent auf 24,20 Euro zu.   

StartUps: Corona-Krise zwingt junge Gründer zum Aufgeben

Die Anzahl der jungen Unternehmen in Deutschland hat in 2020 um mehr als 30 Prozent abgenommen und liegt laut Angaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nunmehr bei 47.000, meldet das Manager Magazin. Demzufolge hätten mehr StartUps wieder geschlossen als neu gegründet wurden. Der Trend soll aber offenbar nicht anhalten, erklärte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib

„Die Corona-Krise hat 2020 zwar Spuren bei StartUps hinterlassen, wir gehen aber davon aus, dass sich nach diesem Ausnahmejahr die StartUp-Szene so schnell entwickeln wird wie die Jahre zuvor.“ Sie erklärte außerdem, dass es der Branche guttun würde, wenn sie nun weiblicher würde. 

Google: Marketing-Gruppe beschwert sich über Cookie-Abschaffung

Google will nach eigenen Angaben die Privatsphäre im Netz besser schützen und kündigte bereits im Frühjahr dieses Jahres an, dass man auf auf personalisierte Werbung, die auf Third-Party-Cookies basiere, verzichten will. Demnach sollen Marketing-Unternehmen über Google Chrome nicht mehr über diese Cookies Aktivitäten tracken können. 

Diese wiederum sehen darin t3n zufolge nun eine Wettbewerbsverzerrung und fordern die EU-Kommission auf, „Google an der Abschottung des Open Web zu hindern, mehr Wahlmöglichkeiten für die Endnutzer zu schaffen und eine unabhängige Datenverwaltung zu fördern, um mehr Privatsphäre und Vielfalt zu ermöglichen.“ Die Unternehmen haben sich als „Movement for an Open Web“ zusammengeschlossen und sollen der EU-Behörde u. a. Beweise dafür vorgelegt haben, dass Google nun Daten aus anderen Quellen erhalte, die anderen nicht zur Verfügung ständen. Auf diese Weise würde die Marktposition des Konzerns gestärkt, so der Vorwurf. 

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