Der frühe Vogel

Frankreich verbannt Wish aus Suchmaschinen – wegen gefährlicher Produkte

Veröffentlicht: 25.11.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 25.11.2021
Wish-Website

Wish.com ist für seine günstigen Produkte bekannt, doch den französischen Behörden ist der Anbieter ein Dorn im Auge. Nun hat Wirtschaftsminister Bruno Le Maire verfügt, dass Wish in Frankreich aus den Ergebnissen von Suchmaschinen wie Google verschwinden soll. Auch andere Online-Dienste sollen nicht mehr auf die Plattform verweisen. 

Wie Heise Online berichtet, begründet Le Maire diese Entscheidung mit einer stichprobenartigen Überprüfung von Artikeln, die auf Wish angeboten worden seien. Dabei hätte sich gezeigt, dass viele Produkte nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprachen oder sogar gefährlich für die Verbraucher seien. Vor allem in der Produktkategorie Spielzeug sei das Ergebnis erschütternd gewesen: 95 Prozent der dort bestellten Produkte seien nicht gesetzeskonform, 45 Prozent als gefährlich eingestuft worden. Bei Elektrogeräten seien ebenfalls 95 Prozent nicht gesetzeskonform und sogar 90 Prozent gefährlich, heißt es.

Frankreich hat Wish.com bereits seit 2018 im Blick. Neben der Produktsicherheit habe das Land auch die Geschäftspraktiken untersucht. Dabei sei festgestellt worden, dass Wish Produktrücknahmen und -rückrufe „nicht zufriedenstellend“ durchführe. Gefährliche Produkte seien mitunter zwar von der Plattform entfernt, später aber einfach wieder unter anderem Namen wieder angeboten worden. Frankreich hatte der Plattform nach eigenen Angaben zwei Monate Zeit gegeben, die Mängel zu beseitigen. Da Wish dem nicht nachgekommen war, erfolgte nun die Auslistung aus den Suchmaschinen. Sollte Wish.com nun ebenfalls weiterhin nicht reagieren, will das Land die Seite komplett verbannen.

Mister Spex: Gewinne sinken seit dem Börsengang

Der Online-Optiker Mister Spex hat zum ersten Mal seit seinem Börsengang im Juli seine Geschäftszahlen veröffentlicht. Demnach musste das Unternehmen im dritten Quartal ein rückläufiges operatives Ergebnis hinnehmen, berichtet Gründerszene. Vor allem geringe Verkäufe von Korrektionsbrillen und höhere Kosten belasteten demnach das Geschäft. Der bereinigte operative Gewinn von Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank deutlich von 2,2 Millionen auf rund 300.000 Euro.

Die Umsätze legten trotzdem zu: Mister Spex konnte demnach mehr Sonnenbrillen und Kontaktlinsen verkaufen, was zu einer Umsatzsteigerung von elf Prozent auf 49 Millionen Euro führte. Der Großteil des erwirtschafteten Umsatzes (rund 35 Millionen Euro) entfiel auf den deutschen Markt.

PayPal startet Zettle Terminal in Deutschland

Der Payment-Anbieter PayPal hat den Start seines Zettle Terminals für Deutschland angekündigt. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, soll das All-in-One-Kassensystem für den Point of Sale (PoS) vor allem kleineren und mittelständischen Unternehmen mehr Mobilität für ihr Geschäft bieten. Das Terminal wird mit einer vorinstallierten App geliefert und soll somit unkompliziert in Betrieb genommen werden können. Händler können damit auch direkt eine Vielzahl von bargeldlosen Zahlungsmitteln akzeptieren, erklärt PayPal. So stehen beispielsweise Kredit- und EC-Karten, mobile Zahlungen wie Google Pay und der PayPal QR-Code zur Verfügung. 

Die App bietet Händlern zudem Unterstützung bei der Verwaltung von Verkäufen, Lagerbeständen, Berichten und Zahlungen über alle Kanäle hinweg, betont PayPal. Das Zettle Terminal ermögliche Händlern so „den nahtlosen Verkauf vor Ort und über Online-Kanäle“. Zudem lasse das System sich über das Partner-Netzwerk von PayPal mit Buchhaltungs- und E-Commerce-Diensten verbinden.

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