Kreislaufwirtschaft

Otto launcht ressourcenschonende und wiederverwertbare Modekollektion

Veröffentlicht: 20.04.2022 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 20.04.2022
Otto: Nachhaltige Kollektion NFC-Scan

Otto verschreibt sich mit einer neuen Modekollektion dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft: Die sogenannte Circular Collection sei gänzlich zirkulär und ressourcenschonend gestaltet und produziert, kündigt der Online-Händler aktuell an.

„Zirkuläre Kleidung ist ein guter Lösungsansatz, um den seit Jahren steigenden Textilmüll zu reduzieren. Wirklich kreislauffähig kann Mode aber nur dann sein, wenn sie vom allerersten Entwurf an so geplant wird“, erläutert Lisa Franke, Projektleiterin aus dem OTTO-Nachhaltigkeitsteam. „Für unsere Circular Collection haben wir genau das getan und über alle Schritte nachgedacht: das Design, die Materialien, die Nutzung und das Recycling“.

Nachhaltige Materialien und Design-Ideen 

Die Kollektion besteht insgesamt aus neun Kleidungsstücken. Dazu zählen beispielsweise ein Hoodie, ein Top und ein Kleid und eine Jeans der Marken „Otto products“ und „Lascana. Für die Herstellung wurden Bio-Baumwolle, Holzknöpfe oder die aus natürlichen Rohstoffen hergestellte Faser Lyocell verwendet. Anders als bei konventioneller Mode gibt es auch eine Design-Optionen, die die Wiederverwertung unterstützen: „Knöpfe lassen sich abschrauben, Nieten werden durch Stickereien ersetzt, die Materialreinheit ist so hoch wie möglich“, erklärt Lisa Franke weiter.  

Fest vernäht ist auch ein digitaler Produktpass mit NFC-Technologie. Diese sogenannte circularity.ID® des Berliner Unternehmens circular.fashion schlüsselt auf, wo und wie welches Material verwendet wird, um den Recycling-Prozess später zu erleichtern. Das sei vor allem für Sortierbetriebe relevant, denn bei konventioneller Mode gebe es einen hohen Anteil an Mischfasern, der gegebenenfalls nur eingeschränkt wiederverwertet werden könne.

Es handelt sich um die erste Kollektion dieser Art, die Otto nun testweise verkauft. Der Modehandel wird häufig im Zusammenhang mit Umwelt- und Klimaschutz kritisiert, insbesondere die sogenannte „Fast Fashion“ – also Textilien, die lediglich für eine kurze Tragedauer produziert und dann weggeworfen werden.

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