Quartalszahlen

Gewinneinbruch bei PayPal und Meta, Baur knackt Umsatz-Milliarde

Veröffentlicht: 28.04.2022 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 29.06.2022
Analysen und Daten aus der Wirtschaft

Es ist Ende April und in der Wirtschaftswelt wieder Zeit für jede Menge Quartalszahlen: So haben unter anderem der Zahlungsdienstleister PayPal und der Facebook-Mutterkonzern Meta ihre Zahlen vorgelegt – die allerdings Schwächen aufzeigen. Grund zur Freude dürfte hingegen die Baur-Gruppe haben.

Nutzerzahlen bei Meta wachsen, Umsatz schwächelt

Nachdem die Nutzerzahlen von Meta im vergangenen Jahr eher verhaltene Zahlen aufgewiesen hatten, sind die aktuellen Werte top: Die Facebook-Mutter konnte zum Beginn des Jahres an dieser Stelle ein schnelleres Wachstum verzeichnen: Im März registriere Facebook täglich 1,96 Milliarden aktive Nutzer, im Dezember waren es noch 1,93 Milliarden. Firmenchef Mark Zuckerberg zeigte sich sehr erfreut über die hohen Nutzerzahlen: „So viele Leute wie noch nie haben unsere Dienste genutzt. Ich bin stolz darauf, wie unsere Produkte den Menschen rund um die Welt dienen“, wird er bei Heise Online zitiert.

Ein Blick auf die Erlöse zeigt ein leichtes Wachstum um sieben Prozent auf insgesamt 27,9 Milliarden US-Dollar. Dies liege zwar innerhalb der anvisierten Ziele, doch es ist das erste einstellige Erlöswachstum eines Quartals innerhalb des vergangenen zehn Jahren. Kurzum: Meta wächst langsamer. Auch in Sachen Gewinne lief es nicht berauschend: Der Betriebsgewinn sackte um deutliche 25 Prozent ab und erreichte nur noch einen Wert von 8,5 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn verlor zum Vorjahreszeitraum 21 Prozent und lag bei 7,5 Milliarden Dollar. Allerdings waren die Analysten von weniger Gewinn pro Aktie ausgegangen, was zur Folge hatte, dass die Meta-Aktie nachbörslich zwischenzeitlich um mehr als 18 Prozent anstieg.

Metas neue gehypte, virtuelle Welt – das Metavers – trägt aktuell noch nicht zum Erfolg des Konzerns bei. Während die drei starken Social-Media-Apps Facebook, WhatsApp und Instagram insgesamt 97,5 Prozent der Erlöse generieren, liegt der Anteil der Reality Labs bei Einnahmen von lediglich 695 Millionen Dollar. Zudem ist der Bereich für Verluste in Höhe von drei Milliarden Dollar zuständig. Das soll sich allerdings ändern.

Schwacher Jahreseinstieg für Zahlungsdienst PayPal

Die ersten drei Monate des Jahres liefen für den Zahlungsdienstleister PayPal eher weniger gut. Das erfolgsverwöhnte Unternehmen verzeichnete im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum einen Einbruch des Nettoergebnisses um satte 54 Prozent und erreichte einen Wert von nur 509 Millionen Dollar. Zumindest die Erlöse stiegen sachte um sieben Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar an. Ein vergleichsweise „bescheidenes Wachstum“, wie es in einer dpa-Meldung bei der Süddeutschen Zeitung heißt. Da die Analysten am Markt allerdings einen geringeren Umsatz erwartet hatten, stieg die Aktie im nachbörslich Handel zunächst.

Bisher war PayPal noch sehr gut durch die Pandemie gekommen und konnte sich durch den florierenden Online-Handel und die satt gestiegenen Zahlen der Online-Kunden und -Bestellungen sogar als Profiteur der Krise darstellen. Das durchwachsene erste Quartal veranlasste den Zahlungsanbieter nun allerdings dazu, die Gewinnprognose für das aktuelle Jahr herunterzuschrauben. 

Baur kann Umsatz von einer Milliarde Euro knacken

Gute Zahlen für die Baur-Gruppe: Das Tochterunternehmen von Otto konnte im letzten Geschäftsjahr zum ersten Mal einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erreichen und zugleich das höchste operative Ergebnis der Firmengeschichte präsentieren. Wie es bei Fashion Network heißt, gilt der Online-Shop Baur.de als maßgeblicher Wachstumsträger. Doch auch das expandierende Dienstleistungsgeschäft trage zum profitablen Wachstum bei.

„Die Baur-Gruppe hat auch im zweiten Corona-Jahr dank exzellenter operativer Steuerung und unseres effektiven Krisenmanagements die Herausforderungen sehr gut gemeistert“, wird der Vorsitzende der Geschäftsführung, Stephan P. Elsner, zitiert. „Wir haben erneut verantwortungsbewusstes Handeln und Gesundheitsschutz mit wirtschaftlichem Erfolg in unseren unterschiedlichen Geschäften vereint. Wesentlicher Erfolgsfaktor der erfreulichen Geschäftsentwicklung war einmal mehr das herausragende Engagement unserer Teams, sei es vor Ort an unseren Betriebsstätten oder – ganz überwiegend in unseren Verwaltungseinheiten – im Anywhere Office. Konjunktur und Verbraucherstimmung trüben sich spürbar ein, doch BAUR kann Krise.“

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