Laufende Finanzierungsrunde

Neuer Geldsegen für Gorillas?

Veröffentlicht: 01.08.2022 | Geschrieben von: Ricarda Eichler | Letzte Aktualisierung: 01.08.2022
Gorillas Rider

Nachdem es für Gorillas zuletzt nicht so gut aussah und nach einer Entlassungswelle kurzzeitig sogar ein Verkauf zur Debatte stand, soll der Express-Lebensmittellieferant seine Altinvestoren nun erneut überzeugt haben. Wie gleich drei Insider-Quellen gegenüber der US-Edition von Business Insider berichteten, stehe eine Finanzierungsrunde kurz vor Abschluss. Dabei könnte Gorillas eine Summe von 250 Millionen US-Dollar einsammeln – jedoch wird im Gegenzug die Unternehmensbewertung gesenkt.

Gorillas Weg in die Profitabilität

Wer genau zu den Geldgebern gehört, ist unbekannt. Zu den bisherigen Investoren des Schnelllieferdienstes zählten unter anderem die US-Investmentgesellschaften Coatue und Dragoneer, der chinesische E-Commerce-Konzern Tencent sowie Delivery Hero. Den Investoren ist natürlich daran gelegen, das Unternehmen zu halten und profitabel zu machen.

Um das zu erreichen, muss Gorillas aber augenscheinlich die Strategie wechseln. So heißt es, der Dienst gebe bis zu 75 Millionen US-Dollar im Monat aus. Im Mai dieses Jahres hätte das Unternehmen nur noch über Kapital von 300 Millionen US-Dollar verfügt und könne damit wahrscheinlich nur noch bis November 2022 bestehen. Das Unternehme schaltete deshalb einen Gang runter. Ein Schritt in diese Richtung war die personelle Entschlackung, im Mai entließ Gorillas 300 Mitarbeiter der Berliner Firmenzentrale. 

Natürliche Selektion der Schnelllieferdienste

Um das Geld von den Investoren einzusammeln, wird Gorillas in dieser Folge-Finanzierungsrunde niedriger bewertet – auf diese Weise wollen sich die Investoren absichern. Wie viel niedriger die Unternehmensbewertung nun ausfällt, ist aber unklar. Zuletzt hatte man eine Bewertung von 5 Milliarden US-Dollar avisiert. Auf eine Anfrage von Business Insider gab Gorillas keine weitere Auskunft.

Wie CEO Kagan Sumer im Rahmen der Kündigungswelle geäußert habe, würde der Markt der Schnelllieferdienste jetzt in eine „Phase der natürlichen Selektion“ eintreten, welche nur ein oder zwei Unternehmen überstehen würden. Sumer und die Investoren scheinen trotz der Schwierigkeiten der letzten Monate frohen Mutes, sich an dieser Stelle behaupten zu können.

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