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E-Food: bvh gründet Arbeitsgruppe und food.de expandiert

Veröffentlicht: 15.10.2013 | Autor: Giuseppe Paletta | Letzte Aktualisierung: 15.10.2013

Erst kürzlich brachte eine Studie zum e-Food die bestehende Skepsis der Verbraucher zu Tage: Die meisten Konsumenten würden nur probeweise Lebensmittel online kaufen, so die Erhebung von ATKearney. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels möchte das ändern und hat eine Arbeitsgruppe zum Thema e-Food gegründet. Derweil expandiert Online-Händler food.de nach Hamburg.

Es tut sich was im Online-Handel für Lebensmittel - food.de expandiert und der bvh gründet eine e-Food Arbeitsgruppe.

Food.de expandiert innerhalb weniger Monate deutschlandweit

Es tut sich was im e-Food-Handel in Deutschland. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels möchte auf den Handel mit Online-Lebensmitteln setzen und hat einen Arbeitskreis Lebensmittelversand ins Leben gerufen. Er soll helfen, den e-Food und Lebensmittelversand in Deutschland in den Fokus zu rücken. Zeitgleich führt das junge Online-Unternehmen food.de aus Leipzig seinen Expansionskurs fort: Ab sofort können nun auch Hamburger rund 16.000 Waren im Internet bestellen.

Gestern erst haben wir über eine Studie der Unternehmensberatung ATKearney zum Thema e-Food berichtet: 370 Millionen Euro soll der Gesamtumsatz an e-Food in Deutschland im Jahr 2012 betragen haben. Somit wurden nur 0,3 Prozent aller Lebensmittel in Deutschland im Internet gekauft. Trotzdem meint der Christoph Werk, Geschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels, e-Food und Genussmittelversand würden in Deutschland kein Schattendasein mehr führen. Der Arbeitskreis Lebensmittelversand solle künftig als Schnittstelle von E-Commerce und Lebensmittelhandel fungieren.

e-Food-Arbeitsgruppe für rechtliche Hilfe

„Die Anforderungen etwa in den Bereichen interne und externe Logistik, aber auch spezielle rechtliche Fragen sowie solche der Lebensmittelkennzeichnung sind gewaltig“, sagt Werk. Online-Händler, die Hilfe bräuchten, könnten sich deshalb an den neuen Arbeitskreis wenden. Den Vorsitz des Arbeitskreises haben Vertreter aus der e-Food-Branche inne: Jens Dübel vom e-Food-Shop allyouneed.com und Alexander Ertner von der chocri GmbH, einem Online-Shop für Schokolade.

Zu den aufstrebenden Online-Händlern in Sachen e-Food zählt das Leipziger Unternehmen food.de. Zumindest wenn es um die Expansionsstrategie geht. Innerhalb weniger Monate hat der Online-Shop für Lebensmittel sein Liefergebiet auf wichtige Ballungsräume in Deutschland ausgeweitet. Nachdem das Unternehmen seit heute offiziell auch in Hamburg Lebensmittel ausliefert, kann nun in 29 Städten e-Food von food.de bezogen werden.

Zwischen Mindestbestellwert und Lieferkosten

Der junge Online-Shop aus Leipzig gibt an, rund 16.000 Waren des täglichen Bedarfs im Sortiment zu haben. Zudem gebe es keinen Mindestbestellwert und die Lieferung der Lebensmittel koste fünf Euro. Zum Vergleich: Bei Rewe gibt es beispielsweise einen Mindestbestellwert von 40 Euro und die Lieferung kostet je nach Lieferzeit und Auslastung der Lieferanten zwischen vier und sechs Euro.

„Wir garantieren unseren Kunden frische Waren in einwandfreier Gourmet-Qualität“, sagt Karsten Schaal, Geschäftsführer von food.de. Ob das Versprechen gegen die bestehende Skepsis der Online-Konsumenten ankommen kann, wird sich zeigen. ATKearney hatte in seiner Studie festgestellt, dass die Hälfte der Online-Kunden bisher an der Qualität der Online-Lebensmittel im E-Commerce zweifle.

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