Grenzüberschreitender Handel: Zwei Drittel kaufen im Ausland

Veröffentlicht: 12.10.2016 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 12.10.2016

Zwei Drittel der Online-Shopper weltweit kaufen online auch im Ausland ein, wie eine aktuelle Studie von Pitney Bowes belegt.

Online-Shopping

(Bildquelle Online-Shopping: Andrey_Popov via Shutterstock)

Online-Shopping ist keine Randerscheinung, sondern längst Normalität, nicht nur bei Digital Natives, sondern in der gesellschaftlichen Breite. Pitney Bowes befragte insgesamt 13.000 Erwachsene in 13 Ländern für den „Global Online Shopping Survey“ nach ihren Shopping-Gewohnheiten. 94 Prozent der Befragten kaufen mittlerweile im Internet ein. Das führt auch zur Aufweichung von Ländergrenzen, denn die Studie belegt, dass cross-border Shopping immer beliebter wird.

Zwei Drittel der Online-Shopper kaufen im Ausland

So haben 66 Prozent der Befragten im vergangenen Jahr mindestens einmal in einem ausländischen Online-Shop eingekauft. Ganz vorn in der Rangliste findet sich hier Singapur mit satten 89 Prozent, gefolgt von Australien (86 Prozent) und Hongkong (85 Prozent). Eher scheu beim Thema cross-border Shopping sind Japaner (34 Prozent) und US-Amerikaner (45 Prozent), wohl aber auch, weil das Inlands-Angebot gerade in den USA bereits enorm umfangreich ist. In Deutschland waren es 58 Prozent, Hauptgrund für den Kauf im Ausland ist hier der Preis. Ein knappes Drittel der Befragten gibt an, mittlerweile täglich oder wöchentlich online im Inland einzukaufen. Diese Durchdringung sorgt dafür, dass auch die Hemmschwelle für grenzüberschreitende Einkäufe sinkt.

In-store Global. Online Local.

Spannend ist das Phänomen, welches Pitney Bowes „In-store Global. Online Local“ nennt. Gemeint ist damit, dass man auf Auslandsreisen in stationären Geschäften einkauft und dann zu Hause den Online-Shop des jeweiligen Händlers nutzt, sofern vorhanden. Ganze 63 Prozent der Befragten, also fast zwei Drittel, hat dies bereits getan. Zudem wird das gleichzeitige Angebot von Marktplätzen sowie Online-Shops von Händlern begrüßt: Viele bevorzugen zwar eine der beiden Optionen, wirklich nur über einen Kanal shoppen dagegen nur wenige. Marktplätze sind auch – vor Suchmaschinen – erste Anlaufstelle bei der Produktsuche. In Deutschland etwa stöbern 72 Prozent der Verbraucher auf Marktplätzen nach Produkten und lediglich 48 Prozent bei Suchmaschinen.

„Wir haben die Zeit hinter uns gelassen, in der es hieß Marktplatz oder Einzelhändler, Ladengeschäft oder online oder auch national oder international“, so Lila Snyder, President, Global Ecommerce, Pitney Bowes. Die Studie belegt zudem einmal mehr die steigende Relevanz von Mobile-Shopping: 33 Prozent der Befragten schließen den Kauf mittlerweile auch via Smartphone oder Tablet ab (in Deutschland sind es 20 Prozent), Tendenz steigend. Bezahlt wird in den meisten Fällen per Kreditkarte (45 Prozent), gefolgt von E-Wallets wie Paypal (34 Prozent), an dieser Stelle sind nationalen Unterschiede aber noch besonders ausgeprägt.

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