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Ikea: Starkes Online-Wachstum, offline schwächelt

Veröffentlicht: 28.11.2017 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 28.11.2017

Ikea wächst und wächst und wächst – und das nicht nur auf stationärer Ebene. Besonders beeindruckend sind derzeit nämlich die Online-Zahlen des schwedischen Möbelriesen.

Ikea-Logo vor blauem Himmel
© Jelena990 / Shutterstock.com

Das schwedische Möbelunternehmen Ikea hat seine Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr vorgelegt. Dieses endete im August und kann als durchaus erfolgreich eingestuft werden.

Stationäres Deutschlandgeschäft wächst langsam

Betrachtet man die stationären Zahlen des Unternehmens, zeigt sich ein geringes, aber zumindest stetes Wachstum: Wie Spiegel Online berichtet, lag der Einzelhandelsumsatz des Konzerns weltweit bei 34,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In Deutschland konnte diese Wachstumsrate allerdings nicht erreicht werden: Hierzulande konnten die stationären Umsätze von Ikea nur um 2,4 Prozent zulegen und ergaben unterm Strich somit einen Wert von knapp 4,87 Milliarden Euro. Ein Blick auf die deutschlandweite Verbreitung verrät, dass der Schwede mittlerweile 53 Ikea-Einrichtungshäuser vorweisen kann. Die jüngsten sind in Wuppertal, Wetzlar und Magdeburg verortet und konnten demnach einen Anteil am Wachstum beisteuern.

Ikea mit gigantischem Online-Zuwachs

Viel beeindruckender sehen allerdings die Online-Zahlen aus: „Der Online-Handel hierzulande wuchs mit 30,7 Prozent wesentlich stärker als der Gesamtumsatz und betrug nun 304 Millionen Euro“, schreibt der Spiegel weiter.

Gewachsen sei unter anderem auch das Food-Geschäft in den Restaurants sowie mit den weiteren Lebensmitteln im Sortiment. Allein in Deutschland konnte dieser Sektor um 4,1 Prozent auf 230,5 Millionen Euro wachsen.

Wie das Handelsblatt schreibt, konnte Ikea trotz steigender Umsätze aber nur geringere Gewinne vorlegen: Lag der weltweite Gewinn im Vorjahr noch bei 4,2 Milliarden Euro, so ist er diesmal auf 2,5 Milliarden Euro gesunken. „Die Zahlen seien wegen einer umfassenden Umstrukturierung nicht unmittelbar vergleichbar, sagte eine Sprecherin am Sitz der deutschen Ikea-Gesellschaft in Hofheim“, so das Blatt.

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