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Conversational-Commerce-Studie: Bedeutung von Alexa & Co. nimmt stark zu

Veröffentlicht: 15.01.2018 | Autor: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 15.01.2018

Mithilfe einer Conversational-Commerce-Studie hat die Unternehmensberatung Capgemini herausfinden können, dass in den kommenden drei Jahren immer mehr Konsumenten digitale Sprachassistenten nutzen werden, um ihre Einkäufe zu erledigen. Die Untersuchung geht sogar von einer Versechsfachung des Umsatzes in diesem Bereich aus.

Amazon Echo im Einsatz

© George W. Bailey - Shutterstock.com

Der Conversational Commerce wird in den kommenden Jahren für erhebliche Umsatzsteigerungen im E-Commerce sorgen. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Capgemini, die für die Studie „Conversational Commerce: Why consumers are embracing voice assistants in their lives“ („Warum Konsumenten Sprachassistenten in ihr Leben lassen“) Ende 2017 knapp 5.000 Verbraucher aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland befragt hat.

Funktionen: Musik-Streaming & Nachrichten-Abfrage vorne

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen insbesondere die digitale Sprachassistenten von Amazon, Apple und Google. So sind 40 Prozent der Befragten der Meinung, in drei Jahren keine mobile App oder Website für den digitalen Einkauf aufzusuchen, sondern hierfür eben einen der intelligenten Helfer zu nutzen.

Und auch jetzt schon werden Alexa und Co. relativ häufig fürs Shopping verwendet: 35 Prozent der Besitzer haben bereits Produkte aus den Kategorien Lebensmittel und Fashion bestellt – dicht gefolgt von der Essensbestellung (34 Prozent). Unangefochten auf den ersten beiden Plätzen der Funktionen, die am häufigsten von den digitalen Sprachassistenten in Anspruch genommen werden, befinden sich jedoch das Musik-Streaming (67 Prozent) sowie das Abfragen von Informationen wie etwa Wetter und Nachrichten (82 Prozent).

Verschiebung der Verhältnisse in drei Jahren

Etwas mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer kann sich vorstellen, zukünftig Produkte aus dem Bereich Elektronik mithilfe der Stimme zu bestellen. Bei den Services liegt hingegen die Essensbestellung mit 56 Prozent auf dem vordersten Platz. Immerhin können sich 44 Prozent vorstellen, ihre Bankgeschäfte auf diesem Weg zu erledigen. Gerade mal drei Prozent der gesamten Ausgaben werden dabei heutzutage über die digitalen Sprachassistenten getätigt, doch in drei Jahren soll die Zahl sechs Mal größer sein. Die Aufteilung in Sachen Shopping sieht dann laut Capgemini wie folgt aus: 45 Prozent Stationärgeschäft, 37 Prozent Website / Apps und eben 18 Prozent Sprachassistenten.

Vor allem der Punkt der Geschwindigkeit (49 Prozent) ist für die Befragten ausschlaggebend, warum diese Art der Kommunikation beziehungsweise Interaktion so gut ankommt – gefolgt vom Bequemlichkeitsfaktor (47 Prozent). Auf vergleichsweise geringe 32 Prozent kommt hingegen der Grund „weil es sich anfühlt, als ob man mit einem Menschen spricht“.

Die umfangreiche Studie kann an dieser Stelle kostenlos heruntergeladen werden. Die Ergebnisse hat Capgemini wiederum in dieser Infografik zusammengefasst:

Infografik von Capgemini

© Capgemini

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