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Testlauf: Ikea kauft gebrauchte Möbel zurück

Veröffentlicht: 13.08.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 13.08.2018

Unter dem Motto „Zweite Chance“ testet Ikea in zunächst fünf Pilothäusern den Rückkauf gebrauchter Möbel, die dann wieder in der Fundgrube verkauft werden sollen.

Ikea-Filiale
© FotograFFF / Shutterstock.com

Ikea und die gebrauchten Möbel – es wird zum Sommerthema. Im Juli hatte der schwedische Möbelriese angekündigt, sein Rückgaberecht zu verschärfen. Möbel und sonstige Einkäufe können nur noch zurückgegeben werden, wenn sie neu und unbenutzt sind. Dies sollte eine Reaktion auf den Missbrauch des Rückgaberechts sein, sorgte auf Kundenseite aber für viel Kritik. Nun hat sich Ikea etwas Neues einfallen lassen und das darf man durchaus als langfristige Alternative des Rückgaberechts und Antwort auf die Kritik lesen. Denn pünktlich mit Inkrafttreten des neuen Rückgaberechts führt Ikea den Rückkauf gebrauchter Möbel ein.

Am 1. September startet die Aktion unter dem Motto „Zweite Chance“ und wird zunächst in fünf Pilothäusern (Berlin-Lichtenberg, Siegen, Kaarst, Hannover-Expo Park, Würzburg) getestet. Die von Ikea zurückgekauften Artikel sollen dann in der Fundgrube als Gebrauchtmöbel verkauft werden. Man wolle die „Kunden dabei unterstützen, dem wachsenden Bedürfnis nach nachhaltigem Konsum nachzukommen“, so Armin Michaely, Nachhaltigkeitsmanager bei Ikea Deutschland.

„Zweite Chance“ – unter vielen Bedingungen

Allerdings kann man nicht einfach alle seine alten Billy-Regale an Ikea zurückverkaufen. Michaely begründet die Aktion etwa damit, dass „eigentlich noch tadellose Möbelstücke einfach nicht mehr in die neue Lebenssituation passen“ und gibt damit vor, was Ikea von seinen Kunden zurückkaufen will. Die Möbel müssen in gutem bis einwandfreiem Zustand sein, zudem schreibt das Unternehmen etwas nebulös von Möbeln „besonders beliebter Produktgruppen“. Welche das am Ende sein werden, ist offenbar noch nicht klar. 

Kunden können sich im Online-Portal informieren, ob ihr Möbelstück für einen Rückkauf in Frage kommt, indem bestimmte Kriterien abgefragt werden. Auf dieser Basis wird ein Preisvorschlag generiert, den der Kunde samt Möbelstück zur Filiale bringt. Dort werden die Angaben überprüft, dann erhält man das entsprechende Guthaben. Ikea beteuert, nichts am Weiterverkauf der gebrauchten Möbel verdienen zu wollen, in der Fundgrube werden die Produkte zum Rückkaufpreis zzgl. Mehrwertsteuer angeboten.

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