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Verluste für Zalando: „Wir sind ganz klar nicht zufrieden.“

Veröffentlicht: 07.11.2018 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 07.11.2018

Das dritte Quartal 2018 lief für den Online-Modehändler Zalando nicht so wie geplant. Das Unternehmen hatte deutlich höhere Wachstumsraten anvisiert und rutschte sogar in die Verlustzone. Dennoch will Zalando das Jahr mit einem Plus abschließen.

Zalando-Logo auf weißem Grund
© 360b / Shutterstock.com

Zalando ist zurück in die Verlustzone gerutscht. Der Fashion-Anbieter musste nach Informationen der FAZ im dritten Quartal 2018 ein Minus von fast 42 Millionen Euro einstecken. Die Verluste seien demnach viermal so hoch gewesen wie noch im vergangenen Jahr. Im operativen Bereich waren die Zahlen ebenfalls schlechter als im Vorjahr: Nachdem hier in Q3 2017 ein Gewinn von immerhin 0,4 Millionen verzeichnet worden war, lagen die bereinigten Zahlen vor Zinsen und Steuern (Ebit) in diesem Jahr bei einem satten Minus von etwa 39 Millionen Euro.  

Ein Blick auf die Umsätze verrät, dass diese eigentlich gar nicht so schlecht ausfielen: Der Fashion-Anbieter konnte diese im abgelaufenen dritten Quartal um 11,7 Prozent steigern und erreichte damit einen Wert von 1,2 Milliarden Euro. Das Problem: Die ursprünglichen Prognosen sahen deutlich höhere Wachstumsraten vor.

Zalando will das Jahr mit einem Plus beenden

„Wir sind mit unserem finanziellen Ergebnis im dritten Quartal ganz klar nicht zufrieden“, kommentierte Rubin Ritter, Co-CEO von Zalando. Schuld an den schlechten Ergebnissen trage unter anderem der lange und vor allem sehr heiße Sommer. Obwohl Zalando im Verlaufe des Jahres seine Prognosen immer wieder nach unten reguliert hat, hofft das Unternehmen nun auf ein gutes Weihnachtsgeschäft, das die Zahlen in Gänze wieder anhebt.

„Im vierten Quartal liegt der Fokus des Teams darauf, das Jahr erfolgreich abzuschließen“, heißt es von Ritter laut Reuters weiter. Für das gesamte Jahr 2018 erhofft sich Zalando demnach ein Umsatzwachstum 20 bis 25 Prozent, wobei von einem Wert am unteren Ende dieser Spanne auszugehen sei. Das Ebit wird zwischen 150 bis 190 Millionen Euro anvisiert. Auch die Pläne für 2020 stehen weiter fest: Dann nämlich soll das Geschäft auf zehn Milliarden Euro Bruttowarenvolumen vorangetrieben werden.

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