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Multi-Channel-Versand, EFN und Co.

Amazon ändert die Versandgebühren

Veröffentlicht: 31.01.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 31.01.2019
Amazon-Schild vor Lager

Amazon senkt und erhöht seine Versandgebühren in verschiedenen Bereichen. Darunter fallen unter anderem die Versandgebühren für FBA Deutschland, die Multi-Channel-Versandgebühren sowie Gebühren für Übergrößen im PAN-EU und EFN-Versandnetzwerk. Das berichtet revoic.

Die Änderungen betreffen einerseits Produkte, die über Amazons Marktplatz verkauft und aus einem lokalen Logistikzentrum versendet werden, zum Beispiel mit Lagerung in Deutschland, Polen oder Tschechien. So werden bestimmte Gebühren für den lokalen und paneuropäischen Versand billiger: Die Kosten für einen kleinen Umschlag fallen ab 1. April um zehn Cent auf 1,54 Euro, die für einen Standardumschlag von 100 Gramm um zwölf Cent auf 1,69 Euro. Teurer werden in diesem Segment die Standardpakete von 500 Gramm und zwei Kilogramm: Sie steigen um 15 Cent auf 2,65 Euro bzw. um zwölf Cent auf 3,88 Euro. Die Preise für die restlichen Gewichtsklassen sollen gleich bleiben. Bei den Übergrößen im lokalen Versand gibt es nur kleine Änderungen bei zwei Klassen: Die Standard-Übergrößen von ein und zwei Kilogramm kosten ab April zwei bzw. vier Cent mehr. 

Auch der Preis für den Versand in Übergröße im Pan-EU und EFN-Versandnetzwerk wird teurer – allerdings gilt das nicht für den Versand aus Deutschland, sondern nur für das Vereinigte Königreich, Frankreich, Italien und Spanien. Im Gegensatz dazu hatte Amazon noch im Dezember die Lagergebühren für Übergröße-Artikel im Schnitt um ein Drittel gesenkt.

Das ändert sich im Multi-Channel-Versand

Die Änderungen im Bereich Multi-Channel-Versand werden erst zum 1. Juni 2019 wirksam. Sie betreffen die Länder Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Italien und Spanien. 

So sollen dann für den Versand mit Multi-Channel die gleichen Gebühren gelten wie durch den Versand via Amazon. Voraussetzung: Der Artikel wurde auf Amazon gekauft und das Produkt ist für den paneuropäischen Versand registriert. Auch für Medien- und Nicht-Medienprodukte, die über Multi-Channel versendet werden, zahlen Händler dann die gleichen Gebühren. Für das Europäische Versandnetzwerk werden im Multi-Channel-Versand die Gebühren nun abhängig von dem jeweiligen Zielland berechnet. Im Expressversand senkt Amazon in vielen Produktgrößen die Gebühren.

So begründet Amazon die Änderungen

In einem im sellerforum veröffentlichten Schreiben heißt es zu den Änderungen: „Die Gebühren für Versand durch Amazon im Vereinigten Königreich, in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien werden 2019 angepasst, um den veränderten Kosten für Versand, Lagerung, Transport und Kundenservice Rechnung zu tragen. Auch wenn sich einige Gebühren erhöhen, können wir dank unserer kontinuierlichen Investition in die Lieferkette bestimmte Versand- und monatliche Lagergebühren reduzieren.“

Auch die Gebühren für die Lagerung will Amazon ändern: Wie das Unternehmen im Dezember ankündigte, soll zum 1. August 2019 unter anderem die Lagerung für Artikel mit Übergröße günstiger, die langfristige Lagerung von über einem Jahr aber teurer werden.

Hier findet sich eine Übersicht der Änderungen der Versandgebühren von Amazon.

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