Der frühe Vogel

Amazon.de gilt in den USA nun als „berüchtigter Markt für Fälschungen“

Veröffentlicht: 18.01.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 18.01.2021
Zusteller trägt Amazon-Paket

Die deutsche Amazon-Seite wurde von dem Büro des Handelsbeauftragten der USA (USTR) auf die Liste für „berüchtigte Märkte für Fälschungen und Piraterie“ gesetzt. Wie t3n berichtet, hat der US-Handelsbeauftragte neben Amazon.de auch den französischen, spanischen, britischen, und italienischen Amazon-Marktplatz auf die jährlich aktualisierte Liste genommen. Die US-Seite des Konzerns sei nicht betroffen.

In der Begründung heißt es, dass Rechteinhaber einige Herausforderungen angeführt hätten, die sich angesichts von zahlreichen Produktfälschungen auf diesen Seiten hätten. Auch die Verkäuferinformationen seien demnach „oft irreführend“, was eine Identitifkation der Händler, die Produktfälschungen vertreiben, erschwere. Ein weiterer Vorwurf besage, dass Amazon die Verkäufer auf seinem Marktplatz nur unzureichend überprüfe. Rechteinhabern würde das Entfernen von Produktfälschungen unterdessen erschwert – auch, wenn sie Teil des Amazon-Markenschutzprogramms seien.

Amazon habe den Bericht des US-Handelsbeauftragten bestritten. Der Konzern verwies dabei auf die Programme zum Schutz von Marken, ein Sprecher erklärte gegenüber CNBC, dass Amazon mehr gegen Fälschungen unternehme als jedes andere Unternehmen. Dass einige Marktplätze nun auf der Liste des USTR auftauchen, sei „die Fortsetzung einer persönlichen Rache gegen Amazon und nichts weiter als ein verzweifelter Stunt in den letzten Tagen dieser Regierung“, so der Sprecher weiter. Das Verhältnis zwischen dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump und Amazon-Gründer Jeff Bezos war schon lange angespannt.

Altmaier will Corona-Hilfen vereinfachen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat angekündigt, den Zugang zu Corona-Hilfen zu vereinfachen. Zuvor hatte Kritik an der bürokratischen Ausgestaltung und der schleppenden Auszahlung der Hilfen zugenommen. Altmaier sei nach Informationen der FAZ „sehr daran gelegen, den Unternehmen und Selbstständigen schnell und möglichst unbürokratisch zu helfen, die von den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung besonders betroffen sind“.

Auch die Anträge und Auszahlungen im Zuge der Überbrückungshilfe III wolle Altmaier verschlanken und vereinfachen. Seine Pläne sollen nun mit der Bundesregierung, allen voran Finanzminister Olaf Scholz (SPD) abgestimmt werden. 

Wildberries kommt nach Deutschland

Der russische Online-Marktplatz Wildberries startet seinen Vertrieb in Deutschland. Kunden können bereits unter de.wildberries.eu und über die iOS-App des Unternehmens Waren bestellen, berichtet die Internet World. Deutschland ist das zehnte Land, in das der russische E-Commerce-Riese expandiert ist – der Markteintritt in Spanien, Frankreich und Italien sei bereits geplant.

Wildberries wurde 2004 gegründet und führt ein Sortiment von über 40.000 Marken. Mit einem Angebot von Kleidung über Beauty-Produkte, Spielwaren, Elektronik, Bücher und Schreibwaren, sowie Sportartikel und Interieur ist der Marktplatz breit aufgestellt. Die Gründerin und alleinige Inhaberin Tatyana Bakaltschuk gilt mit einem geschätzten Vermögen von 1,4 Milliarden US-Dollar als reichste Frau Russlands.

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.