Naturkatastrophe

Ebay verspricht Unterstützung für Händler in Hochwasser-Gebieten

Veröffentlicht: 16.07.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 19.07.2021
Lieferfahrzeuge im Hochwasser

Die Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat für immense Schäden gesorgt, die Lage ist weiterhin angespannt. Für viele Online-Händler ist die Situation ebenfalls dramatisch: Betroffene berichten von überfluteten Logistiklagern und zerstörter Ware, dazu kommen großflächige Internet- und Stromausfälle in den Regionen. 

Der Online-Marktplatz Ebay hat gegenüber OnlinehändlerNews Unterstützung für betroffene Händlerinnen und Händlern angekündigt. Das Unternehmen stehe den Betroffenen „in dieser schwierigen Zeit zur Seite“, erklärte Ebay am Freitag auf Anfrage. Wie das Unternehmen später verkündete, sollten betroffene Händlerinnen und Händler ihre Bearbeitungszeiten anpassen, wenn es bei ihnen zu Verzögerungen beim Versand kommt. Für die Lieferzeiten in den betroffenen Regionen übernimmt Ebay diese Anpassung automatisch selbst – die Strom- und Internetversorgung in den Regionen ist nach wie vor gestört.

Sollte es dennoch zu Mängeln wegen verspäteter Lieferung kommen, will Ebay diese nachträglich entfernen. Händlerinnen und Händler sollten, sofern möglich, ihre Käuferinnen und Käufer über Verzögerungen informieren. Die Maßnahmen sollen so lange verlängert werden, wie nötig sei, kündigte der Marktplatz an.

Hochwasser fordert zahlreiche Menschenleben

Die Notlage in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist nach wie vor dramatisch. In Erftstadt-Blessem sind mehrere Häuser infolge des Hochwassers eingestürzt, mehrere Todesopfer seien zu beklagen. Insgesamt forderte die Katastrophe bisher mindestens 110 Menschenleben. Zahlreiche Personen seien weiterhin vermisst.

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, sieht noch keine Entwarnung in Sicht. Die Lage sei in dem Bundesland weiterhin angespannt. „Das Leid nimmt auch gar kein Ende“, so Dreyer dem Tagesspiegel zufolge am Freitag. Das Wasser ziehe sich allmählich zurück und lege nun das Ausmaß der Zerstörung frei. Zudem würden die Rettungskräfte nun Opfer finden, die bei der Katastrophe ertrunken seien.

Merkel spricht von „entsetzlichen Tagen“

Die Fluten zerstörten weite Teile der Infrastruktur. Teilweise bestehe kein Zugang zu den betroffenen Orten, Rettungskräfte suchen mit Hubschraubern nach Überlebenden, die sich auf Dächer retten konnten. Zudem sei auch die Kommunikation weitgehend ausgefallen – selbst der Notruf 112 sei nicht zu erreichen. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Menschen in den Hochwassergebieten Unterstützung zugesagt. Dort, wo die Regierung helfen könne, werde sie das tun, so Merkel der Berliner Zeitung zufolge am Rande ihres Besuchs in Washington. Die Kanzlerin sprach von „entsetzlichen Tagen“ für die betroffenen Menschen.

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