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5 Top-Themen des Tages: europaweites Gütesiegel Ecommerce Europe Trustmark gestartet, Amazon Flex macht Privatpersonen zu Postboten, Adblock Plus gewinnt vor Gericht, Youtube stellt Shopping Ads vor, Rocket Internet präsentiert Geschäftszahlen

Veröffentlicht: 30.09.2015 | Autor: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 30.09.2015

Die wichtigsten Themen des heutigen Tages aus der Branche kurz und knackig zusammengefasst: Ecommerce Europe und der Händlerbund starten ein europaweites Gütesiegel. Außerdem: Durch Amazon Flex können auch Privatpersonen Pakete ausliefern, Adblock Plus gewinnt gegen Axel Springer vor dem Kölner Landgericht, die Videoplattform Youtube stellt neue Shopping Ads vor und Rocket Internet präsentiert seine Geschäftszahlen der ersten sechs Monate des aktuellen Jahres.

Laptop bei Sonnenuntergang

(Bildquelle Abend-News: Anna Demjanenko via Shutterstock)

Trustmark: Ecommerce Europe und Händlerbund starten europaweites Gütesiegel

Der europäische Dachverband Ecommerce Europe und der Händlerbund als einer der 16 Mitglieder haben heute offiziell das Gütesiegel Ecommerce Europe Trustmark an den Start gebracht. Mit dem Gütesiegel zeigen Online-Händler ihren Kunden in ganz Europa, dass sie nicht nur national, sondern auch grenzüberschreitend vertrauenswürdig handeln. In der Startphase steht das europäische Gütesiegel den Mitgliedern von Onlinehandelsverbänden aus elf europäischen Ländern zur Verfügung. In Deutschland ist die Nutzung des Ecommerce Europe Trustmarks exklusiv den Mitgliedern des Händlerbundes vorbehalten. Auf dieser Seite können Sie sich genauer darüber informieren.

Amazon Flex: Online-Händler macht Privatpersonen zu Paketboten

Die Gerüchteküche brodelte bereits seit geraumer Zeit, was sich hinter dem Namen „Amazon Flex“ verbergen könnte. Nun herrscht Gewissheit: Der Online-Händler macht ab sofort mit seinem Social-Delivery-Service Privatpersonen zu Paketboten. Dabei lockt der Internetriese mit flexiblen Arbeitszeiten und einem Stundenlohn zwischen 18 und 25 US-Dollar. Amazon Flex soll insbesondere dazu dienen, um Zustellungen innerhalb von einer Stunde einzuhalten. Zunächst beschränkt sich der Dienst auf Amazons Heimatstadt Seattle – soll jedoch bald auch in anderen amerikanischen Großstädten wie New York City oder Chicago zur Verfügung stehen. Etablierte Logistikunternehmen sollten sich also auf jeden Fall in Acht nehmen.

Adblock Plus: Werbeblocker gewinnt gegen Axel Springer

Der Plan von Axel Springer war, den Werbeblocker Adblock Plus verbieten zu lassen. Deswegen hat der Medienkonzern den Betreiber Eyeo vor dem Kölner Landgericht verklagt – hatte damit jedoch keinen Erfolg, denn die Kölner Zivilkammer lehnte die Anträge auf ein Vertriebsverbot für Adblock Plus ab. Axel Springer konnte nach Ansicht der Kammer nicht nachweisen, dass der Werbeblocker zu einer gezielten Behinderung oder einer allgemeinen Marktstörung führe. Auch das Landgericht in München hatte zuvor schon Eyeo freigesprochen. Wahrscheinlich wird der Konflikt nun vor dem Bundesgerichtshof ausgetragen.

Youtube: Vorstellung der neuen Shopping Ads

Die Videoplattform Youtube will Werbetreibenden zukünftig noch mehr Möglichkeiten bieten und hat deswegen neue Shopping Ads vorgestellt. Diese richten sich dank eines Algorithmus an den Inhalt beziehungsweise Kontext des jeweiligen Videos. Der Viewer kann dabei per Klick auf einen zusätzlichen Info-Button selbst entscheiden, ob er die Shopping Ads vollständig angezeigt haben will. Diese beinhalten dann Informationen wie den Preis oder einen Link zur Shopping-Möglichkeit. Noch in diesem Herbst will Youtube das neue Werbeformat ausrollen.

Rocket Internet: Präsentation von Geschäftszahlen

Die Samwer-Brüder haben heute ihre Geschäftszahlen der ersten Hälfte des laufenden Jahres veröffentlicht. Insgesamt ist die Bilanz relativ durchwachsen. Positiv ist die Entwicklung der Food-StartUps wie Foodpanda (1000 Prozent Wachstum) oder HelloFresh (400 Prozent Wachstum) zu betrachten. Insgesamt muss Rocket Internet jedoch einen Verlust von rund 46 Millionen Euro wegstecken. Gerade im Vergleich zu den ersten sechs Monaten von 2014 schmerzhaft, als der Berliner Inkubator 92 Millionen Euro einnahm. CEO Oliver Samwer betonte in diesem Zusammenhang, dass es noch Jahre dauern werde, bis die Unternehmen in die schwarzen Zahlen gelangen.

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