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24.09.2018 – Google-Mitarbeiter wollten Suchergebnisse beeinflussen | Trump wettert gegen Facebook und Twitter | TripAdvisor: Ist jede dritte Bewertung gefälscht?

Veröffentlicht: 24.09.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 24.09.2018

Googles Mitarbeiter sollen über eine Manipulation der Suchergebnisse nachgedacht haben, Donald Trump will Facebook und Twitter in die Schranken weisen und TripAdvisor soll ein Problem mit gefälschten Bewertungen haben.

Google Zentrale
© VDB Photos / Shutterstock.com

Google: Mitarbeiter haben über Manipulation der Suchergebnisse diskutiert

Nachdem US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr ein Einreiseverbot für sechs, überwiegend muslimische, Länder ausgesprochen hatte, haben Google-Mitarbeiter offenbar darüber diskutiert, ob man die Suchergebnisse manipulieren soll. Wie Heise Online berichtet, hätten die Mitarbeiter sich in E-Mails darüber ausgetauscht. Sie wollten die Suchergebnisse demnach so ändern, dass sie Gegnern des Einreiseverbots die gegenseitige Kontaktaufnahme erleichtern. Google bestätigte die Diskussion, betonte aber, dass weder Suchergebnisse manipuliert noch Produkte zugunsten einer politischen Weltsicht angepasst wurden. Google hatte schließlich mit weiteren Unternehmen vor Gericht eine Stellungnahme zu Trumps Plänen eingereicht – das Einreiseverbot konnte letztlich nicht verhindert, aber abgeschwächt werden.

Trump will soziale Netzwerke offenbar per Dekret einschränken

Apropos Donald Trump: Der US-Präsident befindet sich nach wie vor mit den großen Internet-Konzernen in Amerika auf Kriegsfuß. Nun soll Trump ernste Schritte gegen Google, Facebook, Twitter und Co. erwägen: Nach Angaben von Futurezone sei ein Dekret geplant, mit dem US-Behörden dazu angehalten werden, die Wettbewerbspraktiken und die politische Voreingenommenheit der Tech-Konzerne zu untersuchen. Ein entsprechender Entwurf des Dekrets sei der Nachrichtenagentur Bloomberg zugespielt worden. Das Weiße Haus distanziert sich: Der Entwurf sei nicht Teil des Gesetzgebungsprozesses, so Sprecherin Lindsay Walters. Es sei zudem nicht klar, ob ein solches Papier Trump jemals zu Unterschrift vorgelegt werde.

TripAdvisor: Jede dritte Bewertung soll gefälscht sein

Die Hotel- und Restaurant-Bewertungsseite TripAdsivor soll ein Problem mit manipulierten Bewertungen haben. Wie eine Recherche von „The Times“ laut Bild.de gezeigt habe, sollen Hotels versucht haben, gute Bewertungen zu kaufen. Gleichzeitig sei in negative Bewertungen von Konkurrenten investiert worden. Verbrauchergruppen zufolge sollen 14 Milliarden Pfund (rund 15,5 Milliarden Euro) jährlich in gefälschte Bewertungen fließen. Angeblich erstklassige „Bed & Breakfast“-Gastgeber hätten fast doppelt so viele falsche Bewertungen wie Unterkünfte mit niedrigeren Bewertungen. In einigen Hotspots seien sogar zwei Drittel der Bewertungen von Top-B&Bs verdächtig. TripAdvisor dementiert die Analyse scharf: Es sei für Außenstehende nicht möglich, gefälschte Bewertungen zweifelsfrei zu erkennen, da auf die nötigen Daten nicht zugegriffen werden könne. „Wir nutzen diese Daten seit über einem Jahrzehnt, um Bewertungen zu verfolgen“, so ein Sprecher. „Wir sind die Experten, wenn es um gefälschte Kritiken geht.“

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