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01.11.2018 – Bundesnetzagentur stoppt Portoerhöhung der Post | Postpay wird eingestellt | Facebook verliert weiter Nutzer

Veröffentlicht: 01.11.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 01.11.2018

Die Erhöhung des Briefportos wird vorerst gestoppt, die DHL stellt den eigenen Bezahldienst Postpay ein und viel Licht und Schatten bei den Quartalszahlen von Facebook.

Brief und Briefkasten
© Lolostock / shutterstock.com

Deutsche Post: Erhöhung des Briefportos verzögert sich

Nichts wird es mit der geplanten Erhöhung des Briefportos bei der Deutschen Post. Diese sollte ursprünglich Anfang 2019 kommen, die Bundesnetzagentur hat diesen Plänen nun aber einen Riegel vorgeschoben. Grund dafür seien die umfangreichen Umbauarbeiten im Briefgeschäft, die der Konzern aktuell vornimmt. „Eine endgültige Entscheidung ist wegen der aktuellen Umbrüche bei der Deutschen Post AG nicht möglich“, erklärte der Chef der Netzagentur, Jochen Homann, gegenüber der Wirtschaftswoche. Weiter heißt es: „Wir müssen diesen Schritt gehen, weil die Deutsche Post AG den Nachweis ihrer veränderten Kosten und Einsparungen in Folge der Umbruchsituation nicht hinreichend erbracht hat.“ Eine endgültige Genehmigung ist nach Angaben der Bundesnetzagentur für das erste Halbjahr 2019 geplant.

Bezahldienst Postpay wird auf Eis gelegt

Und noch mehr Neuigkeiten von der DPDHL: Wie das Unternehmen jetzt selber mitteilte, wird der eigene Bezahldienst Postpay eingestellt. Am 30. Oktober wurden alle Kunden darüber in einer entsprechenden E-Mail informiert: „Ihr Kundenkonto für Postpay wird zum 1. Dezember 2018 aufgrund der Beendigung des mit Ihnen geschlossenen Vertrages gelöscht“, zitiert Golem die DHL. Postpay sollte dem Payment-Platzhirsch Paypal Konkurrenz machen, allerdings war die Funktionsweise stets zu kompliziert. Da half es wohl auch nichts, dass die Zahlungsabwicklungsfunktion der Deutschen Post DHL streckenweise verpflichtend für den Online-Kauf von Briefmarken oder die Online-Frankierung von Paketen war. Alle Kundendaten werden laut Golem nach Ablauf der gesetzlichen Speicherfristen entsprechend gelöscht.

Quartalszahlen: Facebook liegt hinter Erwartungen zurück

Facebook hat jetzt seine Quartalszahlen veröffentlicht und musste Einbußen beim Umsatz- und Nutzerwachstum hinnehmen. In beiden Bereichen konnten die Prognosen nicht erreicht werden. Zwar stieg der Umsatz um 33 Prozent auf 13,73 Milliarden US-Dollar, die Erwartungen lagen allerdings höher. Auch die Nutzerzahlen konnten den Prognosen nicht gerecht werden. Von den 2,29 Milliarden geschätzten monatlich aktiven Usern, konnten nur 2,27 Milliarden tatsächlich erreicht werden. In Europa muss das soziale Netzwerk weiterhin einen Rückgang der Nutzer hinnehmen. Die Anzahl der monatlich aktiven Mitglieder sank von 376 auf 375 Millionen. Bereits im Vorquartal sagten sich eine Million User in Europa von Facebook los. Gute Nachrichten gibt es für den US-Konzern allerdings hinsichtlich des Gewinns: Dieser konnte laut Golem im dritten Quartal auf 5,14 Milliarden Dollar erhöht werden.

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