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Der frühe Vogel

Insolvenzstudie: Immer mehr Firmen gehen pleite

Veröffentlicht: 24.01.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 24.01.2019
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Die fetten Jahre der Wirtschaft scheinen vorbei zu sein: Wie die Ergebnisse einer neuen Studie des Kreditversicherers Euler Hermes zeigen, sollen die Firmenpleiten auch 2019 weiter ansteigen. Es wäre das dritte Jahr in Folge, dass die globale Pleitewelle zunimmt. Wegen der schwächelnden Konjunktur sei in zwei von drei Ländern mit einem Anstieg der Insolvenzen zu rechnen, so das zentrale Ergebnis der Analyse. Besonders hart dürfte es China treffen. Hier soll sich der Anstieg auf 20 Prozent belaufen, im vergangenen Jahr lag der Wert sogar bei 60 Prozent.

Wegen der großen Brexit-Unsicherheit dürfte es Großbritannien von den westeuropäischen Ländern am härtesten treffen. Aber auch in Frankreich, Spanien und Italien werden immer mehr Unternehmen die Segel streichen müssen, wie bei Reuters zu lesen ist. In Deutschland soll es allerdings zu einer Stagnation kommen. Als Gründe für die Pleitewelle nennt Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Allianz-Tochter, das geringe Wachstum sowie die sinkende Nachfrage. „Weitere Gründe sind das Ende des leichten Geldes, eine historisch hohe Verschuldung von Unternehmen, neue Insolvenzregeln oder, wie in China, die wesentlich größere Bereitschaft, Insolvenzverfahren auch anzuwenden“, so Subran bei Reuters. „Zudem gibt es eine ,Extraportion’ Insolvenzen in den Ländern, in denen in den letzten Jahren Neugründungen stark angestiegen sind. Viele dieser jungen Firmen schaffen es nicht.“ Auch Insolvenzverwalter Lucas Flöther, der die Insolvenz des Leipziger Unternehmens Unister abgewickelt hat, prognostiziert für das aktuelle Jahr einen Anstieg der Insolvenzen.

Alibaba eröffnet Roboterhotel

Unter dem Namen FlyZoo hat der chineische Online-Händler Alibaba jetzt ein neues, futuristisches Hotel in Hangzhou, 170 Kilometer südwestlich von Shanghai eröffnet. In diesem werden Gäste größtenteils von Robotern bedient, vom Eincheck-Vorgang, über den Fahrstuhl, welcher das Gesicht der Gäste scannt um die richtige Etage auszuwählen, bis hin zur Bedienung im Restraurant. „Es dreht sich alles um die Effizienz und Beständigkeit des Service, da sich Roboter von der Laune der Menschen nicht beeinflussen lassen“, wird Andy Wang, CEO des Bereichs Alibaba Future Hotel Management, bei Mail Online zitiert. Neben den kleinen autonomen Helfern, sollen aber auch noch ein paar menschliche Fachkräfte im Hotel arbeiten, beispielsweise als Koch oder Putzkraft. Wie viele genau, wollte Alibaba nicht verraten. Eine Nacht im Roboterhotel kostet übrigens umgerechnet rund 180 Euro.  

Deutsche Autobauer wollen gemeinsam am autonomen Fahren arbeiten

BMW, Volkswagen und Daimler wollen ihre Kräfte bündeln und künftig gemeinsam an der Technik für selbstfahrende Autos arbeiten. Wie Reuters mit Verweis auf verschiedene Medien berichtet, soll es bereits Gespräche unter den Herstellern geben, gemeinsam die Ressourcen für eine entsprechende Technolgie aufzubringen. Der Schritt für ein solches Bündnis liegt in den milliardenhohen Entwicklungskosten begründet, die für ein Unternehmen alleine kaum zu stemmen wären, betont VW-Chef Herbert Diess. Außerdem sei die Google-Tochter Waymo mit ihrer Technologie bereits um ein bis zwei Jahre den deutschen Autoherstellern voraus. Um keine Probleme mit dem Kartellrecht zu bekommen, soll das neue Bündnis den Zulieferern und anderen Partnern offenstehen.

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