Coronakrise

Händler erwirtschaften knapp zwei Drittel des Amazon-Umsatzes

Veröffentlicht: 27.07.2020 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 27.07.2020
Amazon Lager Paketband

Deutsche Händler erwirtschaften während der Corona-Pandemie noch mehr Umsatz auf dem Amazon-Marktplatz als zuvor: So haben die unabhängigen Verkaufspartner zwischen März und Mai dieses Jahres – der Zeit mit den hierzulande bislang stärksten Auswirkungen der Infektionskrankheit – insgesamt 65,1 Prozent Erlöse auf Amazon.de eingebracht, ein Anstieg von vier Prozent sowie ein neuer Rekordwert. Im Vorjahreszeitraum betrug dieser Wert noch 61,2 Prozent, schreibt das Unternehmen. Den aktuellen Zahlen nach hätten 3.500 deutsche Unternehmen dabei einen Umsatz von einer Millionen US-Dollar Umsatz erwirtschaftet. 

Der größte Teil dieses Wachstums sei auf bereits vor der Krise auf der Verkaufsplattform aktive Händler zurückzuführen.

Amazon half Verkaufspartnern in der Coronakrise zusätzlich

Amazon habe seine Verkaufspartner während der Coronakrise „zusätzlich durch regelmäßige Beratung und Webinare“ unterstützt und auch User aufgefordert, bei kleinen und mittelständischen Unternehmen online einzukaufen, heißt es weiter. „Jedes Produkt, das ein kleines oder mittleres Unternehmen während der Krise online verkaufen konnte, hat dazu beigetragen, sein Geschäft am Leben zu erhalten und Arbeitsplätze zu sichern. Wir sehen unsere Rolle darin, KMU zu digitalem Erfolg zu verhelfen – und wir glauben, dass Vielfalt im Handel sehr wichtig für Kundenzufriedenheit ist“, so Dr. Markus Schöberl, Director Seller Services bei Amazon Deutschland.

Allerdings haben nicht alle Verkaufspartner während der Krise Vorteile aus ihrer Amazon-Anbindung ziehen können: Aufgrund der sich verändernden Nachfrage während der Pandemie hatte Amazon Artikel bzw. Kategorien priorisiert. So wurden Haushaltswaren und medizinische Produkte als relevanter eingestuft und bei Händlern, die den hauseigenen Logistik-Service Fulfillment by Amazon (FBA) nutzen, die Annahme von bestimmten Waren beschränkt

15 Millionen Dollar für Verkaufspartner-Service

Insgesamt steckte das Unternehmen im vergangenen Jahr ganze 15 Millionen Dollar in Infrastruktur, Personal, Dienste und Programme, um die unabhängigen Seller zu unterstützen. „Wir investieren viel, um den Verkaufspartnern zu helfen, ihr Geschäft zu beschleunigen“, so Schöberl. Während der Coronazeit habe sich zudem nochmals gezeigt, dass der eigene Erfolg eng mit dem Erfolg der Marktplatzhändler verbunden sei.

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