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Der frühe Vogel

Drei von vier Unternehmen werben an zweifelhaften Positionen

Veröffentlicht: 21.11.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 20.11.2018 | Gelesen: 812 mal
Digital Advertising auf einem Smartphone

Viele Unternehmen müssen in Sachen Markensicherheit offenbar noch nachbessern. Darauf deutet zumindest das Ergebnis einer Analyse von Ebiquity und Zulu5 hin: Wie t3n.de berichtet, zeigt diese, dass 76 Prozent der Top-100-Werbetreibenden in der DACH-Region Werbeanzeigen in nicht-markensicheren Umfeldern geschaltet haben. Lediglich zwölf Prozent der untersuchten Unternehmen haben Anzeigen ausschließlich in unbedenklichen Umfeldern geschaltet.

Als nicht-markensicheres Umfeld gelten Inhalte, die das Image der beworbenen Marke schädigen kann. Prominent wurden derartige Fälle im vergangenen Jahr, als YouTube wegen fragwürdiger Werbeumfelder in der Kritik stand. Die Anzeigen von großen Konzernen fanden sich so beispielsweise in Videos mit Gewaltdarstellungen, Fake News und der Verbreitung von Hass und Hetze wieder. Die Situation bei YouTube habe sich zwar gebessert, aber ganz aus der Welt geräumt seien die Probleme noch nicht.

Besonders betroffen sind der Analyse zufolge Unternehmen aus dem Bereich „Leute & Gesellschaft“. Ausgerechnet hier finden sich Wohltätigkeitsorganisationen, soziale Plattformen und Unternehmen, die genealogische Dienstleistungen erbringen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Anzeigen aus diesem Bereich in fragwürdigen Umfeldern positioniert werden, liege bei 33 Prozent. Auch E-Commerce-Unternehmen müssen auf ihre Marke achten: Die Wahrscheinlichkeit für eine schlechte Positionierung liegt bei 18 Prozent.

Tumblr fliegt aus Apples App-Store

Die App der Blogging-Plattform Tumblr ist vor einigen Tagen plötzlich aus dem App-Store geflogen. Von einem „Problem“ sei lediglich die Rede gewesen, doch nun scheint der genauere Grund klar, wie Heise Online berichtet. Demnach habe man „bei einer Routineprüfung“ kinderpornografische Inhalte auf der Plattform entdeckt, wie Tumblr selbst einräumt. Die Inhalte seien umgehend entfernt worden. Der eingesetzte Upload-Filter, der derartiges Material entdecken soll, hat die hochgeladenen Bilder offenbar nicht erkannt. Unklar ist, wieso die Tumblr-App nach Entfernung des Materials nicht wieder im App-Store auftaucht.

Instagram will härter gegen Fake-Accounts vorgehen

Das Bilder-Netzwerk Instagram will, ähnlich wie sein Mutter-Unternehmen Facebook, stärker gegen Fake-Accounts vorgehen und so gefälschte Follower-Zahlen eindämmen. Instagram habe die eigenen Nutzer der FAZ zufolge am Montag darüber informiert, dass von automatisierten Apps erstellte Follower, Likes und Kommentare gelöscht werden würden. Dabei will das Unternehmen künstliche Intelligenz einsetzen, um derartige Profile zu entdecken. Wer betroffen ist, soll per Instagram-Nachricht informiert werden.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Eisen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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