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Der frühe Vogel

N26 macht 20 Euro Umsatz pro Kunde

Veröffentlicht: 14.02.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 14.02.2019 | Gelesen: 1506 mal
N26-Karte und Kontoübersicht

Wie genau sich das Geschäft von N26 entwickelt, war lange nicht bekannt. Nun sind einige Medienportale, darunter Gründerszene, Finanz-Szene.de und Deutsche-Startups auf einen umfangreichen Konzernbericht aus dem Jahr 2017 gestoßen. Darin zeigt sich, so Deutsche-Startups, dass das Fintech-StartUp bereits im Jahr 2017 Erträge in Höhe von 11,24 Millionen Euro erwirtschaftet hat. Der größte Teil, nämlich zehn Millionen Euro, entfiel dabei auf Provisionseinnahmen. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Erträge um 2.000 Prozent gestiegen.

Im Jahresdurchschnitt 2017 dürfte N26 dem Bericht zufolge rund 450.000 Kunden gehabt haben. Damit ergibt sich ein Umsatz von 20 bis 25 Euro pro Kunde. „Vor dem Hintergrund, dass N26 als Hauptprodukt ein kostenloses Girokonto anbietet, ist das nicht schlecht – auch wenn manche etablierte Bank allein über die Kontogebühren 120 Euro jährlich an einem Normalkunden verdient“, so die Einschätzung von Deutsche-Startups.

N26 hat ebenfalls seine Ausgaben im Griff: Der Jahresfehlbetrag lag bei 32 Millionen Euro – angesichts des starken Wachstums im Rahmen. Dazu kommen noch 24 Millionen Euro an Verlusten, die sich in den Gründungsjahren angesammelt haben. Die Fehlbeträge wiegen sich spätestens dann auf, wenn man die Investitionen in das StartUp betrachtet: Innerhalb von zehn Monaten konnte N26 400 Millionen Euro einsammeln.

Konux: Alibaba steckt Millionen in ein deutsches StartUp

Der chinesische E-Commerce-Konzern Alibaba hat in das Münchener StartUp Konux investiert. Alibaba beteiligte sich nachträglich an einer vor zehn Monaten eingeläuteten Series-B-Runde, wie t3n berichtet. In dieser waren schon 18 Millionen Euro eingesammelt worden, nun wurden nochmals 11,5 Millionen Euro nachgelegt.

Ob das Kapital einzig von Alibaba stammt, ist nicht bekannt. Konux baut Sensoren für Zuggleise, will aber nach eigenen Angaben zu einer „KI-Firma von Weltklasse außerhalb von Europa“ aufsteigen. Vor allem China sei ein interessanter Markt für das Unternehmen – hier kommt die Investition von Alibaba also sehr gelegen.

Walmart arbeitet nicht mehr mit Deliv zusammen

Gemeinsam mit dem Logistik-StartUp Deliv hatte Walmart eine Same Day Delivery realisiert. Nun hat der US-Einzelhändler die Zusammenarbeit aber eingestellt, wie die Internet World berichtet. Für Walmart sei das Ende der Kooperation im Wettkampf der schnellen Lebensmittellieferung ein Rückschlag, heißt es.

Einer der Gründe für die Trennung seien die langen Wartezeiten der Zusteller auf die frischen Lebensmittel gewesen, teilten vertraute Mitarbeiter mit. Teilweise sollen sie bis zu 40 Minuten in den Läden auf die Ware gewartet haben. Walmart habe regulären Kunden Vorrang vor den Auslieferungsfahrern gewährt und damit die Partnerschaft erschwert.

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