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Der frühe Vogel

Weihnachtsgeschäft: Verdi droht mit Warnstreiks bei Amazon

Veröffentlicht: 05.12.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 05.12.2018
Streik-Schild

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern auch die Warnstreiks bei Amazon. Wie die Gewerkschaft Verdi jetzt angekündigt hat, plane man auch zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft mit Arbeitsniederlegungen. „Amazon kann sich in der Weihnachtszeit auf Streiks gefasst machen“, wird Günter Isemeyer, Sprecher im Verdi-Bundesvorstand bei der Welt zitiert. Seit Mai 2013 kommt es in Deutschlands Logistikzentren des Online-Riesen immer wieder zu Streiks, Grund ist die Forderung nach einem Tarifvertrag, die Amazon bislang immer ablehnte.

Der US-Konzern hat sich für die traditionell stressigste Zeit des Jahres personell stärker aufgestellt und kündigt – trotz Streikwarnung – eine pünktliche Lieferung bei den Kunden an, wenn diese bis spätestens Freitag vor Heiligabend bestellen. Auch auf schlechte Witterungen habe man sich vorbereitet: „Wir sind auf viele Szenarien eingestellt. Streiks sind aber nur eine Variable, wie etwa das Wetter mit Eis und Schnee und erschwerten Bedingungen“, so ein Amazon-Sprecher weiter in der Welt.

Echtheitsprogramm „Ebay Authenticate“ um Schmuck erweitert

Um die Echtheit von Produkten zu garantieren, hat Ebay 2017 den Service „Ebay Authenticate“ eingeführt. Mit diesem können Händler ihre Produkte auf Echtheit überprüfen und entsprechend kennenzeichnen lassen. Was mit Handtaschen und Luxusuhren begann, wurde in den USA nun laut ecommercebytes um Schmuck erweitert. In einer entsprechenden Pressemeldung spricht Ebay von 45.000 zertifizierten Schmuckstücken, die von einem unabhängigen Experten auf deren Echtheit getestet und mit dem Label „Authenticity Verified“ versehen wurden sind. Alle Waren befinden sich in einer Preisspanne von 250 US-Dollar bis 20.000 US-Dollar und mehr.

Digitalsteuer: Immer mehr Länder legen Veto ein

Die im März von der EU-Kommission vorgeschlagene Digitalsteuer für große Internetunternehmen erfährt aktuell immer mehr Gegenwind. Nun haben sich Deutschland und Frankreich für eine verwässerte Version ausgesprochen, die nur noch die reinen Werbeumsätze der Konzerne besteuern soll. Doch auch dagegen sprechen sich Länder wie Irland aus, in dessen Land viele große US-Onlinekonzerne ihren europäischen Hauptsitz haben. Der irische Finanzminister Paschal Donohoe und noch mindestens drei weitere Länder haben bezüglich einer solchen Steuer „starke grundlegende Bedenken“, wie er bei Reuters zitiert wird. Besonders vom französischen Staatschef Emmanuel Macron wird eine solche Digitalsteuer angestrebt. Für eine Steueränderung in der EU bedarf es allerdings die Zustimmung aller Staaten.

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