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Retail Report 2020

Nur 15 Sekunden: Dramatische Verkürzung beim Bezahlprozess erwartet

Veröffentlicht: 13.05.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 13.05.2019
Kontaktloses Bezahlen

Die Anforderungen der Konsumenten an den stationären Handel werden immer größer. Speziell das Thema Schnelligkeit spielt heutzutage eine entscheidende Rolle, um sich gegen die zunehmende Konkurrenz aus dem Internet noch irgendwie durchsetzen zu können. Ein rascher Bezahlprozess ist dabei ein entscheidender Faktor. Dieser sollte nach neuesten Erkenntnissen nicht länger als ein paar Sekunden dauern. „15 Sekunden - länger darf gerade bei der tempoverwöhnten jungen Generation das nicht dauern“, so die Handelsexpertin des Deutschen Zukunftsinstituts, Theresa Schleicher. Das geht aus dem aktuellen Retail Report 2020 hervor.

Bezahlen per Lächeln

Der Report setzt sich mit den aktuellen Trends im Handel auseinander und gibt Tipps, welche Modelle für die Zukunft besonders erfolgsversprechend sind. Autorin Theresa Schleicher erläutert unter anderem, wie der Bezahlprozess in Ländern wie China mittlerweile funktioniert. „Die nötige Mimik fürs Bezahlen ist ein Lächeln“, wird sie bei der Internetworld zum Thema Gesichtserkennung zitiert. 

Die gestiegenen Servicewünsche der Kunden verlangen von den Händlern aber auch die Verknüpfung verschiedener Diensleistungen. „Konkurrenz war gestern, heute geht es um Wettbewerb und Kooperation zugleich“, so die Studienautorin weiter.

Erlebnis-Center statt traditionelle Kaufhäuser

Mit dem immer weiter wachsenden E-Commerce-Aufkommen sieht der Retail Report 2020 aber auch wieder mehr Chancen für den stationären Handel. So gehen Online-Riesen wie Amazon vermehrt Kooperationen mit stationären Händlern ein, um die Angebotsbreite auf dem Marktplatz zu erhöhen. Und auch die Kunden setzen immer mehr auf regionale und handgemachte Produkte, bei denen die Herkunft bekannt ist. Um davon zu profitieren, müssen sich die hiesigen staionären Geschäfte aber verändern. „Klassische Kaufhäuser müssen sich zu Erlebnis-Centern mit umfassendem Service-Charakter wandeln“, lautet die Empfehlung der Handelsexpertin. Als Beispiel nennt sie Sportabteilungen, die gleichzeitig als Fitnessstudio genutzt werden können.

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