Bezahldienst Yapital betritt Online-Handel mit Videospielen

Veröffentlicht: 03.12.2013 | Geschrieben von: Giuseppe Paletta | Letzte Aktualisierung: 03.12.2013

Nach dem Einsatz bei Rewe oder Sport-Check, findet Yapital jetzt auch bei Browsergames Anwendung. Durch die Kooperation mit einem Münchener Spieleunternehmen, betritt die Otto-Tochter den vielversprechenden Markt der Videospiele und wandelt auf den Spuren von PayPal.

Yapital steigt in die Videospielbranche ein.

(Bildquelle Videospieler: Minerva Studio via Shutterstock)

Otto entdeckt den Online-Handel mit Videospielen für sich. Der Cross-Channel-Payment Anbieter Yapital, eine hundertprozentige Tochter der Otto AG, wird künftig in sogenannten Browsergames des Spieleentwicklers European Games Group integriert werden. Browsergames sind Spiele, die direkt über Internetbrowser wie den Internet Explorer gespielt werden können. Spieler sollen künftig ihre Credits für die Browsergames direkt mit dem Smartphone und Yapital bezahlen können.

Vielversprechender Online-Markt

Erst 2011 von der Otto AG gegründet, konnte der Bezahldienst Yapital bereits verschiedene Branchen des Online-Handels betreten. Yapital wird im Lebensmittel-Einzelhandel, in der Mode- und Sportbranche, im Gastgewerbe und jetzt auch im großen Markt der Videospiele genutzt. Auch wenn Browsergames nur einen Bruchteil des Videospielemarktes ausmachen und Yapital erstmal nur in Browserspielen des Spieleentwicklers European Game Group integriert wird, zeigt sich Yapital-Geschäftsführer Nils Winkler erfreut von dem neuen Markteintritt: „Wir erreichen dadurch eine äußerst interessante Zielgruppe – und wir können einmal mehr zeigen, dass Yapital eine Bezahlmethode für wirklich alle Lebenssituationen ist.“

Yapital profitiert von einem Moment, indem einige Videospieleentwickler ihr Geschäftsmodell überdenken. Viele von ihnen, so auch die in München ansässige European Games Group, bieten ihre Spiele kostenlos im Internet an. Um sich zu finanzieren, vertreiben die Unternehmen nachträglich Produkte, die indirekt in ihre Spiele eingebunden werden können. Eines dieser Produkte sind sogenannte Credits, mit denen sich beispielsweise neue Optionen in Spielen freischalten lassen.

PayPal dominiert den Videospielmarkt

Durch die Kooperation von Yapital mit der European Games Group, sollen Spieler künftig Credits für bestimmte Browsergames mit ihrem Smartphone, QR-Code-Scan oder durch Eingabe ihres Yapital-Benutzernamens – und Passwortes bezahlen können. „Als Bezahlmethode passt Yapital perfekt zu uns: Es ist innovativ, schnell und intuitiv wie unsere Spiele. Für die Spieler ergibt sich so ein stimmiges Gesamterlebnis“, kommentiert Justin Stolzenberg von der European Games Group.

Im Vergleich zum weltweit aktiven Konkurrenten PayPal, der in so gut wie allen Bereichen des Online-Videospielemarktes zum Einsatz kommt, fällt der Einstieg von Yapital in den Videospielemarkt vergleichsweise gering aus. Im Portfolio des Münchener Spieleunternehmens European Games Group befinden sich im Moment nämlich lediglich sechs Spiele. Eines der erfolgreichsten davon ist das Browsergame MMO Hero Zero, das nach Angaben des Müncheners Unternehmens weltweit vertrieben wird und an die zehn Millionen Spieler haben soll.

Wie mächtig der Videospielmarkt geworden ist, zeigen aktuelle Zahlen des Marktforschungsinstituts Gartner. Demnach wird die gesamte Videospielbranche allein in diesem Jahr einen Umsatz von 93 Milliarden US-Dollar erzielen.

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