Der frühe Vogel

Fake-Bewertungen auf Amazon: Zehn Anbieter aufgedeckt

Veröffentlicht: 17.02.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 17.02.2021
Amazon-Logo im Dunkeln

Immer wieder werden Anbieter von gefälschten Amazon-Bewertungen aufgedeckt. Nun hat Which, eine gemeinnützige Organisation aus Großbritannien, bei Recherchen zum Umfang des Betrugs auf Amazon zehn Websites entdeckt, die offen mit Bewertungen handelten. Wie t3n berichtet, begannen die einfach buchbaren Angebote bei rund 17 Euro für eine individuelle Bewertungen. Ein Paket von 50 Bewertungen kostete rund 700 Euro und 1.000 Bewertungen gab es für etwa 9.000 Euro. 

Auf den Websites hätten sich zudem für die „Produkttester“ Anleitungen zum Schreiben von Rezensionen gefunden, damit diese nicht direkt verdächtig wirken und so von Amazons Warnsystem entdeckt würden. Manche Anbieter hätten sogar konkrete Vorgaben veröffentlicht, was Länge und Aufbau der Bewertung anging. 

Which forderte die Wettbewerbshüter auf, gegen die gefälschten Bewertungen vorzugehen. Bisher werde der Organisation zufolge noch zu wenig gegen Bewertungsbetrug unternommen, auch Selbstverpflichtungen von großen E-Commerce-Plattformen hätten bisher keine spürbaren Ergebnisse gebracht, so die Kritik. Amazon habe derweil erneut versichert, mit den Behörden zusammenzuarbeiten und proaktiv gegen Fake-Bewertungen vorzugehen. 

Coronakrise: Altmaier kündigt weitere Hilfen an

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat weitere Hilfen für krisengebeutelte Unternehmen angekündigt. So sollen künftig auch große Konzerne Überbrückungshilfen erhalten können, die bisherige Obergrenze werde fallen gelassen. Zudem soll es einen Härtefallfonds für Firmen geben, die bisher durch das Raster fallen. Die konkreten Details sollen nun mit dem Finanzministerium geklärt werden.

Altmaier sprach der Zeit zufolge von einem „sehr konstruktiven Austausch“ mit den Wirtschaftsvertretern. Gemeinsam mit ihnen soll nun auch ein Öffnungskonzept für den Handel und die Gastronomie erarbeitet werden, das in die nächste Ministerpräsidentenkonferenz getragen werden soll.

Bitcoin auf neuem Allzeithoch

Die Kryptowährung Bitcoin befindet sich weiter im Aufwärtstrend: Nun hat sie erstmals kurzzeitig einen Wert von über 50.000 US-Dollar erreicht, berichtet Heise Online. Bereits am Wochenende hatte sich die Bitcoin der 50.000er-Grenze genähert, war dann aber wieder abgesackt. 

Die aktuelle Kursrallye dürfte unter anderem von der Nachricht getrieben werden, dass Tesla Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar gekauft hat und auch als Zahlungsmittel akzeptieren will. Das übt auch Druck auf die Wirtschaft aus: US-Konzerne stehen Medienberichten zufolge nun vor der Frage, wie sie mit dem Thema Kryptogeld umgehen wollen.

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