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Gastartikel

5 wichtige Versicherungen für Online-Shops im Überblick

Veröffentlicht: 31.03.2020 | Geschrieben von: Gastautor | Letzte Aktualisierung: 31.03.2020
Versicherungsschild

Der Online-Handel gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Popularität und damit nehmen auch die rechtlichen Pflichten zu, denen man als Online-Shop-Betreiber ausgesetzt ist. Dabei können kleine Fehler schnell passieren und große v. a. finanzielle Schäden verursachen. Probleme können unter anderem in Form von Schadensersatzforderungen, Verstößen gegen die Datenschutzrichtlinien, Warenschäden oder Hackerangriffen auftreten. Aus diesem Grund sollten Betreiber eines Online-Shops eine geeignete Versicherung abschließen und so sich selbst und ihr Geschäft schützen.

Welche Versicherung?

Welche Versicherungen für den eigenen Online-Shop sinnvoll und notwendig sind, hängt vom jeweiligen Unternehmen ab. Je nachdem, welche Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden, sollte man sich für unterschiedliche Versicherungen entscheiden.

Im Folgenden sind die wichtigsten Versicherungen aufgezählt, die E-Commerce-Anbieter in Betracht ziehen sollten. Die meisten davon können optional mit weiteren Zusatzpaketen ausgestattet und so individuell auf den Online-Shop abgestimmt werden.

Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt Unternehmen und lohnt sich für Online-Shop-Betreiber, da sie Personen-, Sach- oder Vermögensfolgeschäden abdeckt, welche dem Unternehmen bzw. dem Unternehmer zu verschulden sind.

Typische Fälle, bei denen die Betriebshaftpflichtversicherung greift, sind Schadensersatzforderungen oder Schmerzensgeldklagen aufgrund von Arbeitsunfällen. Auch bei der Abwehr solcher Forderungen setzt diese Versicherung ein.

Produkthaftpflichtversicherung

Die Produkthaftpflichtversicherung ist in vielen Fällen bereits in der Betriebshaftpflichtversicherung enthalten, kann aber ebenso als Zusatzleistung beantragt werden. Sie sichert die Herstellung sowie den Handel der eigenen Produkte ab und ist damit vor allem für Hersteller sowie Quasi-Hersteller relevant. Grundlage für diese Versicherung ist das Gesetz, dass Hersteller für jegliche Schäden haften, die durch von ihnen verkaufte Produkte entstanden sind.

Die Produkthaftpflichtversicherung schützt somit vor diversen Schäden, die bei Dritten aufgrund mangelhafter Produkte verursacht werden. Sie kommt vor allem bei Schadensersatzforderungen seitens der Kunden zum Tragen.

Inhaltsversicherung

Die Inhaltsversicherung deckt technische und kaufmännische Einrichtungen in eigenen oder gemieteten Räumlichkeiten sowie Waren und gelagerte Vorräte ab. Bei Online-Shops ist vor allem die Absicherung von Lagerräumlichkeiten und den darin befindlichen Waren von hohem Interesse.

Durch den Abschluss einer Inhaltsversicherung sind nicht nur die Reparaturkosten abgesichert, sondern auch eventuell anfallende Kosten für eine Neubeschaffung der beschädigten Inhalte. Der genaue Versicherungsumfang kann meist individuell abgestimmt werden und beläuft sich prinzipiell auf Schäden durch Brand, Sturm, Hagel oder Leitungswasser. Bei einigen Inhaltsversicherungen ist zudem die finanzielle Absicherung einer Betriebsunterbrechung aufgrund des entstandenen Schadens inbegriffen.

Rechtsschutzversicherung

Die Rechtschutzversicherung dient der Abwehr unberechtigter oder überhöhter Forderungen und hilft bei rechtlichen Problemen mit Lieferanten, Kunden, Versandunternehmen oder Vermietern. Sie ist für jeden Geschäftsinhaber sinnvoll, da es bei Geschäftsbeziehungen schnell einmal zu einem Rechtsstreit kommen kann.

Im Falle eines solchen Rechtsstreits übernimmt die Rechtsschutzversicherung sämtliche Kosten, die das juristische Verfahren betreffen – vom Anwalt bis zu den Prozesskosten. Manche Versicherungen bieten zudem einen kostenlosen Mediationsservice an, um etwaige Gerichtskosten zu sparen.

Cyberversicherung

Die Cyberversicherung schütz vor diversen Angriffen aus dem Internet, darunter Hackerangriffe, Cyber-Erpressungen oder Datenverluste. Sie ist besonders wichtig, wenn sensible Firmen- oder Kundendaten verwaltet werden.

Cyberversicherungen übernehmen die Kosten für die Wiederherstellung sowie den möglichen entgangenen Betriebsgewinn. Die meisten Anbieter einer Cyberversicherung decken nicht nur den finanziellen Aspekt einer Cyber-Krise, sondern bieten auch Hilfe beim Krisenmanagement an. Hotlines, die rund um die Uhr erreichbar sind, helfen, mögliche Schäden einzuschätzen und weitere Attacken abzuwehren.

Fazit

Inhaber eines Online-Shops sollten sich bei der Aufnahme ihres Geschäftes eindringlich über diverse Versicherungen informieren. Ziel ist es, die passenden Versicherungen herauszufiltern und das eigene Geschäft damit optimal abzusichern. Die bunte Palette an Versicherungsarten und deren Zusatzpakete schützt nahezu vor allem und kann viel Geld und Nerven sparen.

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Über die Autorin

Munkhjin Enkhsaikhan, Redakteurin bei transparent-beraten.de

Als Online-Redakteurin ist es ihre Aufgabe, komplizierte Inhalte aus den Bereichen Versicherungen & Finanzen leicht verständlich zu erklären. Seit 2018 ist Munkhjin als leitende Redakteurin bei transparent-beraten.de tätig. Neben der Webseite kümmert sie sich auch um den YouTube-Kanal des Versicherungsportals.

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