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Otto auf Erfolgskurs: Ausbau zur Plattform, StartUp-Kauf und neue Zentrale

Veröffentlicht: 25.02.2019 | Autor: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 25.02.2019
Die neue Otto-Firmenzentrale (Skizze)

Das Geschäftsjahr 2018/19 sieht gut aus für Otto. Ein Umsatzplus von acht Prozent auf 3,2 Milliarden Euro wird das Unternehmen aus Hamburg voraussichtlich verzeichnen, hieß es heute im Zuge der Präsentation aktueller Geschäftszahlen und in der entsprechenden Pressemitteilung. Investiert wird dies direkt in den Umbau zur Plattform, den Kauf eines StartUps und sowie in eine neue Konzernzentrale.

Vom Händler zur Plattform

Im großen Stil forciert Otto die Umwandlung vom Händler zur Plattform weiter: So investiert das Unternehmen im neuen Geschäftsjahr 100 Millionen Euro in dieses Projekt. Die Transformation gestaltet der Online-Händler während des laufenden Betriebs: „Klar, auf der grünen Wiese bauen ist einfacher. Aber dann kann man nicht nebenher mal eben einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro stemmen. Insofern müssen wir unsere Entwicklung aus den bestehenden Strukturen heraus gestalten“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Marc Opelt

Dieser Umbau vollzieht sich seit Frühjahr 2017, auch im vergangen Jahr hatte Otto bereits die Plattform-Pläne im Fokus. Kunden sollen auf Otto.de auf Produkte von neuen Partnern zugreifen können. Aktuell sind daher schon 400 Anbieter an Otto angebunden, bis 2020 sollen es bis zu 3.000 sein. Dazu setzt Otto auch auf Automatisierung.

Neue Firmenzentrale in Hamburg-Bramfeld

Auf dem Otto-Campus in Hamburg-Bramfeld entsteht auch die neue Firmenzentrale für 1.800 Mitarbeiter. Dazu wird bis 2022 ein altes Lagergebäude umgebaut. Neun Etagen wird der neue Hauptsitz den Plänen nach umfassen. Zudem setzt das Unternehmen dort neben „modernen und flexiblen Arbeitswelten“ auch auf ein weiteres besonderes Konzept, wie Otto-Chef Opelt heute im Rohbau der neuen Zentrale verkündete:

Zusatzprodukte für smarte Haushaltsgeräte

Ab dem 1. März 2019 gehört das StartUp OrderThis zu Otto. Otto verspricht sich davon, Anbieter für Zusatzprodukte zu werden, die smarte Haushaltsgeräte dort selbst erwerben können: „Zukünftig werden Haushaltsgeräte ohne Internetzugang aussterben. Unter dem Label ‚OTTO ready‘ machen wir deswegen Geräte und Plattformen fähig, sich mit OTTO zu verbinden und freuen uns auf viele weitere Kooperationen im Bereich IoT“, so Opelt. OderThis bietet eine Software, die Online-Shops und internetfähige Geräte wie Waschmaschine oder Drucker miteinander verbinden. Als erstes Projekt steht offenbar an, dass ein Geschirrspüler dann selbstständig Tabs bei Otto bestellt.

VR-Brillen für den Möbelkauf und Produktbilder vom PC

Auch stelle Otto heute den „Möbelkauf der Zukunft“ vor. So könnten bald Virtual-Reality-Brillen dazu genutzt werden, ein Möbelstück in einem virtuellen Zuhause zu testen, schrieb der Konzern auf Twitter:

Außerdem forciert Otto eine CGI-Technologie für Produktbilder: Diese werden dann per Computer erstellt, statt händisch fotografiert. 2,6 Millionen Euro sollen dazu in eine interne CGI-Datenbank investiert werden, heißt es ebenfalls auf Twitter.

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