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Der frühe Vogel

Das BSI warnt vor der Schadsoftware Emotet

Veröffentlicht: 18.10.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 18.10.2019
Trojaner und Mainboard

Die Bedrohungslage durch Schadsoftware sei in Deutschland anhaltend hoch, wie Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kürzlich bei der Vorstellung des jährlichen Lageberichts zur IT-Sicherheit erklärte. Bundesinnenminister Horst Seehofer, der bei der Vorstellung des Lageberichts anwesend war, verwies Golem.de zufolge auf das Berliner Kammergericht, das durch die Schadsoftware Emotet vollständig lahmgelegt wurde.

Schönbohm betonte, dass von den 114 Millionen neuen Schadprogramm-Varianten, die vom 1. Juni 2018 bis 31. Mai 219 im Umlauf gewesen seien, Emotet besonders hervorzuheben sei. Der Trojaner habe eine „erhebliche Durchschlagswirkung“, Schönbohm bezeichnet ihn sogar als den „König der Schadsoftware“. Seit September erhalte das BSI Meldungen aus allen Bereichen der Wirtschaft, heißt es weiter. Emotet richte teils erhebliche Schäden in der Wirtschaft an.

Seehofer betonte, dass Unternehmen und Kommunen für ihre Sicherheit selbst verantwortlich seien. Das BSI berate, könne aber nicht die Verantwortung für die Sicherheit komplett übernehmen. „Das kann nicht alles der Staat machen“, so Seehofer. 

Libra: Verbraucher misstrauen Facebooks Kryptowährung

Facebook hatte große Erwartungen an seine Libra-Währung gestellt, doch das System wankt. Nachdem sich in den vergangenen Tagen einige große Partner aus dem Projekt zurückgezogen hatten, hat das Marktforschungsinstitut Toluna laut Heise Online in einer Umfrage festgestellt, dass die Mehrheit der deutschen Verbraucher der Kryptowährung misstrauen.

Demnach wollen 73 Prozent der Verbraucher Libra nicht nutzen. Die meisten (42 Prozent) gaben als Begründung an, Facebook nicht zu vertrauen. 31 Prozent der Befragten glaubten zudem nur an staatlich kontrollierte Währungen. Toluna hatte 2.000 Menschen befragt, die Studie wurde im Auftrag der Creditplus Bank und der Wirtschaftswoche durchgeführt.

Italien will große E-Commerce-Konzerne besteuern

Italien plant EcommerceNews.eu zufolge, eine Digital-Steuer im kommenden Jahr einzuführen. Die Steuer ziele vor allem auf große Konzerne wie Amazon und Google ab. Italien sehe demnach vor, dass große Online-Händler und andere Internet-Unternehmen eine Steuer in Höhe von drei Prozent auf ihre digitalen Verkäufe zahlen sollen. Das Land hoffe dadurch auf Mehreinnahmen von 600 Millionen Euro jährlich. 

Die Steuer soll nur Unternehmen treffen, die pro Jahr wenigstens 750 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften. Auch wenn digitale Services für einen Umsatz von wenigstens 5,5 Millionen Euro sorgen, soll die Steuer anfallen. Die Steuer falle nicht nur auf Verkäufe von Waren und Dienstleistungen, sondern auch auf Online-Werbung an. Noch muss die Steuer beschlossen werden.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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