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Russische Hackergruppe greift offenbar deutsche Abgeordnete an

Veröffentlicht: 29.03.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 29.03.2021
Deutscher Bundestag

Mutmaßlich russische Hacker haben erneut den Bundestag angegriffen. Die Rechner von mindestens sieben Bundestagsabgeordneten seien nach Spiegel-Informationen von der Gruppe „Ghostwriter“ attackiert worden. Der Angriff sei über Phishing-Mails an die privaten E-Mail-Adressen der Politiker gelaufen. Unklar ist derzeit, ob tatsächlich Daten abgeflossen sind. Neben den Bundestagsabgeordneten, vor allem von CDU/CSU und SPD, sollen auch 31 Landtagsabgeordnete betroffen sein, außerdem politische Aktivisten in Hamburg und Bremen. Insgesamt seien einige Dutzend Personen betroffen.

Sicherheitsexperten vermuten, dass der russische Geheimdienst GRU hinter den Angriffen steckt. Die Gruppe „Ghostwriter“ ist vor allem für Desinformationskampagnen bekannt, sie hat sich auf das Verbreiten von Falschnachrichten spezialisiert. Sie verschafft sich Zugang zu bekannten Nachrichtenseiten und veröffentlicht dort gefälschte Artikel und Fotos.

Deutsche Sicherheitsbehörden sind überzeugt, dass der GRU auch hinter dem Angriff auf den Bundestag im Jahr 2015 steckt, bei dem insgesamt 16 Gigabyte Daten abgeflossen sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und das Bundesamt für Verfassungsschutz haben wegen des neuen Angriffs ein Warnschreiben an potenzielle Opfer verschickt, in dem sie die Betroffenen informieren, dass sie im Fokus einer gezielten Phishing-Attacke stünden, so der Spiegel. Der Verfassungsschutz gehe von einem „nachrichtendienstlichen Hintergrund“ aus.

Stanford-Universität: Geschwister stehlen Macbooks und verkaufen sie weiter

Eine Mitarbeiterin einer Privatuniversität im Silicon Valley – es soll sich um die Stanford-Universität handeln – hat über zehn Jahre regelmäßig mehr Macbooks bestellt als benötigt und die überzähligen Geräte über das amerikanische Kleinanzeigenportal Craigslist verkauft. Über 800 Macbooks soll sie so auf Unikosten bestellt und dann verkauft haben, berichtet 9to5Mac. Der Universität sei ein Schaden von vier Millionen US-Dollar entstanden, die Mitarbeiterin habe damit einen Umsatz von 2,3 Millionen US-Dollar „erwirtschaftet“. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem Bruder und einem weiteren Mann, der die Macbooks in anderen Bundesstaaten verkauft hat. Der Mitarbeiterin drohen nun zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar, ihrem Bruder drohen fünf Jahre Haft.

Immer mehr Bundesländer nutzen Luca-App zur Kontaktverfolgung

Nach Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Thüringen setzen nun auch Niedersachen und Hessen auf die Luca-App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten. Niedersachsen hat einen Ein-Jahres-Vertrag zur Nutzung der App abgeschlossen und bezahlt dafür drei Millionen Euro, berichtet Heise. Bis Ende April sollen alle 43 niedersächsischen Gesundheitsämter an das System angeschlossen sein. Die App solle vor allem bei Modellversuchen von Kommunen zum Einsatz kommen, die nach Ostern Öffnungen bestimmter Bereiche testen wollen. In Hessen soll die Nutzung des Luca-Systems die Impf- und Teststrategie ergänzen.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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