Betrugsversuche

Fake-Shops locken bei Ebay Kleinanzeigen – so kann man sich schützen

Veröffentlicht: 12.08.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 23.08.2022
Frau reicht Betrüger Kreditkarte / Fake Shop-Konzept

Bei Ebay Kleinanzeigen können Online-Käufer viele Schnäppchen finden – aber auch in böse Betrugsfallen tappen, wie channelpartner berichtet. Das Portal hat bei Ebay Kleinanzeigen in einem Stichproben-Test einige Fake-Shops gefunden, die dort Anzeigen geschaltet haben.

Besonders bei Elektronikartikeln soll nach einer Suche zwischen den Produkten Werbung von Fake-Shops lauern – zum Teil sogar ganz oben, wie etwa der Online-Shop quift.de, der in verschiedenen Warnlisten wie dem österreichischen Shop-Check als Fake-Shop geführt wird. Channelpartner hat die Ergebnisse außerdem mit verschiedenen Fake-Shop-Listen und Tools wie dem jüngst gestarteten Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentrale (siehe Infokasten) abgeglichen. 

Das Problem: Selbst wenn verdächtige Online-Shops aus dem Verkehr gezogen werden und nicht mehr auftauchen, rücken ähnliche nach. Online-Shopper können Fake-Shops unter anderem bei einem Portal der Verbraucherzentrale Hamburg melden.

Das sagt Ebay Kleinanzeigen zu den Fake-Anbietern

Ebay Kleinanzeigen kennt das Problem – sieht es allerdings nur bei „vereinzelten Werbeanzeigen“, wie Pressesprecher Pierre Du Bois erklärt. Die Werbeanzeigen würden zum Teil – wie online oft üblich – über einen Real-Time-Advertising-Anbieter ausgespielt und vorher nicht einzeln kontrolliert.

Das Unternehmen kämpft mit verschiedenen Maßnahmen gegen derartige Fake-Anbieter auf seinem Portal. „Wir haben Systeme eingerichtet, um betrügerische Werbeanzeigen schneller zu identifizieren und zu blockieren. Wir pflegen darüber hinaus kontinuierlich eine Sperrliste mit auffällig gewordenen Domains“, erklärt der Ebay-Kleinanzeigen-Sprecher. Ebay-Kleinanzeigen-Nutzer können Fake-Shops und verdächtige Werbeanzeigen am besten mit Screenshot an service@ebay-kleinanzeigen.de melden. 

So erkennt man Fake-Shops im Web 

Online-Käufer sollten auf verschiedene Warnsignale achten, an denen man einen möglichen Fake-Shop erkennen kann: Ungewöhnlich niedrige Preise, das Fehlen von Impressum und Rechtstexten, Anzeichen auf eine unsichere Verbindung ohne Verschlüsselung oder die Tatsache, dass nur mit Vorkasse gezahlt werden kann, können dazu gehören.

Auch seriöse Online-Händler können auf Fake-Shops hereinfallen. Der Händlerbund zeigt unter anderem eine aktuelle Liste mit Fake-Shops, die das HB-Vertrauenssiegel unerlaubt nutzen und gibt Hinweise, wie man sich als Händler schützen oder gegebenenfalls gegen unseriöse Anbieter vorgehen kann.

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Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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