Kurzmeldung

Ex-Wirecard-Chef Markus Braun hat kein Geld mehr für seine Anwälte

Veröffentlicht: 06.06.2024 | Geschrieben von: Hanna Hillnhütter | Letzte Aktualisierung: 06.06.2024
Wirecard

Die Wahlverteidiger von Markus Braun, dem Ex-Wirecard-Chef, haben ihr Mandat niedergelegt, wie LTO berichtet. Grund sollen offene Rechnungen des Angeklagten sein. Alfred Dierlamm und seine Kollegin Elena-Sabella Meier teilten dies am Mittwoch vor Beginn der Verhandlung mit. Dabei machten sie deutlich, dass die Mandatsniederlegung rein wirtschaftliche und keine sachlichen Gründe bezüglich des Verfahrens hat.

Markus Braun ist zusammen mit Oliver Bellenhaus und Stephan von Erffa angeklagt, weil sie im Verdacht stehen, Wirecard-Umsätze in Milliardenhöhe erfunden zu haben. Der Zahlungsdienstleister ist im Juni 2020 insolvent gegangen, nachdem 1,9 Milliarden Euro, die auf Treuhandkonten verbucht wurden, nicht mehr auffindbar waren. 

Braun streitet weiter Vorwürfe ab

Das Gericht stellte Braun neue Pflichtverteidigerinnen zur Seite. Bereits seit Anfang des Prozesses war Theresa Kraußlach als Pflichtverteidigerin eingebunden. Ab sofort wird sie das mit ihrer Kanzlei-Partnerin Katrin Kalweit zusammen übernehmen. 

Im Gegensatz zu seinen zwei Mitangeklagten Bellenhaus und von Erffa bleibt Braun standhaft und bestreitet weiter alle Vorwürfe. Nachdem Oliver Bellenhaus als Kronzeuge auftrat und Braun und von Erffa mit beschuldigte, stellt nun auch von Erffa ein Geständnis in Aussicht. Im Gegensatz zu Oliver Bellenhaus und Stephan von Erffa sitzt Braun seit bald vier Jahren in Untersuchungshaft. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Über die Autorin

Hanna Hillnhütter
Hanna Hillnhütter Expertin für: Verbraucherschutz- und Strafrecht

Hanna verschlug es 2012 für ihr Jurastudium vom Ruhrgebiet nach Leipzig. Neben dem Studium mit dem Schwerpunkt Strafrecht, spielte auch das Lesen und Schreiben eine große Rolle in ihrem Leben. Nach einem kurzen Ausflug in das Anwaltsleben, freut Hanna sich nun, ihre beiden Leidenschaften als Redakteurin verbinden zu können.

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