Kuriose Produkte im E-Commerce

Chamäleon-BMW, Elektro-Löffel, Gaming-Weste – die verrückten Highlights der Tech-Messe CES

Veröffentlicht: 07.01.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 07.01.2022
BMW

Jedes Jahr zeigen Unternehmen auf der Tech-Messe CES (Consumer Electronics Show), was sie an Innovationen zu bieten haben. In diesem Jahr fährt BMW mit einem farbenfrohen Auto vor, ein Löffel soll dröges Essen aufpeppen und eine Hightech-Weste Gamern mehr Gefühl verleihen.

Sein Outfit kann jeder nach Belieben wechseln und künftig auch die Autofarbe – zumindest, wenn er den neuen BMW iX Flow featuring E Ink kauft. Das Modell bringt dank elektrophoretischer Technologie und mehrerer Millionen Mikrokapseln jeweils unterschiedliche Farbpigmente an die Oberfläche, so dass das Fahrzeug u.a. zwischen Schwarz und Weiß changieren kann. Der Chamäleon-Effekt dient aber nicht nur reiner Geschmackslaune, sondern etwa auch der Temperaturregulierung: Je nach Sonneneinstrahlung kann zwischen den Farbtönen gewechselt werden, um den Innenraum aufzuwärmen oder eben abzukühlen. So sollen die BMW-Fahrer auch Energie sparen. Auch den Innenraum sollen Fahrer individueller gestalten können.

Farbenfroher BMW als indvidueller Stimmungsmarker

 „Damit geben wir dem Fahrer die Freiheit, verschiedene Facetten seiner Persönlichkeit oder auch die Freude an Vielfalt nach außen zu tragen und auf jeder Fahrt neu zu definieren. Das Fahrzeug wird dann, ähnlich wie Mode oder die Status-Anzeigen auf Social-Media-Kanälen, zu einem Botschafter unterschiedlicher Stimmungslagen und Situationen des täglichen Lebens“, erklärt Projektleiterin Stella Clarke. Es bieten sich viele Einsatzmöglichkeiten – etwa auch als Fluchtfahrzeug, wenn die Polizei einen schwarzen BMW suchen sollte. Vielleicht bringt der farbenfrohe BMW die Marke auch wieder zurück zu James Bond 007, der zuletzt in den Filmen eher auf Aston Martin setzte. Ob das Auto aber überhaupt in Serie produziert wird, ist unklar. Bestseller-Autorin Sybille Berg fände eine andere Funktion sinnvoller:

Der Elektro-Löffel gegen schlechtes Essen

 SpoonTEK

Wenn das Essen nicht schmeckt, man es aber aus moralischen Gründen nicht wegwerfen will, dem könnte SpoonTek helfen. Der Löffel soll durch zwei Elektroden die Zunge samt Geschmacksknospen stimulieren – und so eher mieses Essen aufpimpen. „Die SpoonTEK-Wissenschaft kombiniert die Kraft fortschrittlicher Elektronik mit der Zungensensorik und dem Gehirn für ein erstaunliches Esserlebnis. Es ist nicht irgendein Löffel – es ist der einzige Löffel, den Sie brauchen, um Ihren Geschmack auf die nächste Stufe zu heben“, verspricht der Hersteller, naja, vollmundig. Menschen mit implantierten Geräten wie Herzschrittmacher oder Piercings an Lippe und Zunge sollten auf den Wunderlöffel aber verzichten. Der geschmacksrettende Löffel soll 29 Dollar kosten. Ein Golem-Redakteur, der den Löffel auf der CES getestet hat, ist aber nicht überzeugt und hat keinen Geschmacksunterschied feststellen können, insgesamt sei der Löffel „ein fragwürdiges Produkt“, so das Urteil.

Vibrierende Gamer-Weste für mehr Spielspaß

© actronika

Je mehr man als Gamer in die Spielwelt eintaucht, umso größer der Spaß. Um das am ganzen Körper mitzuerleben, könnte man die haptische Weste Skinetic von Actronika anziehen. Durch „20 patentierte vibrotaktile Tauchspulenmotoren“ soll der Spieler unter anderem „jeden Regentropfen in einem Sturm spüren, den Wind, wenn er am Rand einer Klippe steht, oder sogar den Einschlag von Kugeln in einem Kriegsspiel“, verspricht der französische Anbieter. Und die Weste soll tatsächlich gefühlsecht sein, wie ein Tester des Tech-Portals Golem findet. „Die haptische Erfahrung ist teilweise erstaunlich realistisch. Einschläge von Projektilen spüren wir je nach Größe des Waffenkalibers unterschiedlich stark – und mit überraschend präziser Lokalisierung“, so das Urteil. Die Weste ist für Virtual-Reality-Spiele auf dem PC gedacht. Ab März 2022 soll eine Kickstarter-Kampagne die Produktion finanzieren, wenn sich genügend Gaming-Fans finden.

 

Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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