11TransFair

Ex-Nationaltorwart René Adler startet Transfer-Portal für Fußballprofis

Veröffentlicht: 18.05.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 19.05.2022
René Adler

Ein Teil von Fußball-Deutschland rätselt über eine Frage: Wohin treibt es Bayern-Star Robert Lewandowski? Der aktuelle Torschützenkönig sichtet sicher Angebote und diskutiert mit seinem Berater Pini Zahavi. Künftig könnten Spielerwechsel jedoch digitaler und tinder-like vollzogen werden, wenn es nach Ex-Nationalkeeper René Adler geht. Er hat gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Daniel Schollmeyer die Plattform 11TransFair gestartet, auf der suchende Profifußballer und Vereine sich finden sollen, wie das Unternehmen mitteilt.

Fußballer und Vereine matchen bei 11TransFair

„Vielen Profifußballern fehlt oftmals das Wissen über ihre Optionen und sie verpassen während ihrer Karriere zum Teil interessante Möglichkeiten. Ich hätte mir als Spieler mehr Transparenz und Überblick gewünscht. Eine Plattform wie 11TransFair hätte mir helfen können und mir transparent mehr Möglichkeiten aufgezeigt“, erklärt der frühere Profifußballer René Adler. Der Torwart machte insgesamt 269 Bundesligaspiele bei Bayer Leverkusen, dem HSV und Mainz und lief zwölf Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf.

Und so soll das Transfer-Portal funktionieren: Die Profispieler melden sich selbst an, erstellen ein Profil und können nach bestimmtem Kriterien wie gewünschter Region, Gehalt, Position und persönlichen Skills filtern und suchen. Auch die Vereine machen die entsprechenden Angaben, eine Software soll dann Spieler und Klubs zusammenführen. Die Akteure bleiben dabei zunächst anonym. Beide können auch jeweils eine Blacklist aufstellen und Spieler bzw. Vereine ausschließen.

300 Spieler und 120 Vereine machen schon mit

Derzeit sollen über 300 Spieler:innen aus über 20 Ligen dabei sein –  drei Viertel davon aus Deutschland, „von der Bundesliga bis zur Oberliga“, wie Daniel Schollmeyer auf Nachfrage von OHN erklärt. Rund 120 Vereine aus Europa, Asien und Amerika sind bisher registriert. Das ist natürlich noch überschaubar, die Nachfrage sei in den vergangenen Monaten aber stark gestiegen. 

Im Profigeschäft läuft das meiste über persönliche Berater – wie kann eine Plattform hier Nutzer und Zielgruppen finden? „Es ist nicht das Ziel, Berater zu ersetzen. Auch 1.Liga-Spieler besitzen durch die Plattform einen Mehrwert, da sie mehr Transparenz, Einblick und auch ’exotische’ Optionen über einen potenziellen Wechsel erhalten“, erklärt Schollmeyer. „Dieses Zusatzwissen können sie mit ihrem Berater teilen und damit alle Möglichkeiten ausschöpfen. Aktuell liegt der Fokus auf Spielern der 2. bis 4. Liga in Deutschland, im Ausland von der 1. bis zur 3. Liga.“

Für die Spieler ist der Service kostenlos, die Vereine zahlen bei einem erfolgreichen Transfer eine Provision von drei Prozent der Transfersumme. 

Ab dem 1. Juli 2022 beginnt die neue Transferphase. „Im Sommer werden viele Profi-Fußballer:innen wichtige Entscheidungen treffen müssen. Je besser und transparenter sie informiert sind, desto aktiver können sie ihre Karriere mitgestalten“, so Mitgründer und Rechtsanwalt Daniel Schollmeyer.

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Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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