Debatte um autonomes Fahren

Elon Musk und Waymo-Chef Krafcik streiten über Teslas Technik

Veröffentlicht: 26.01.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 26.01.2021
Elon Musk

Wenn Tech-Bosse sich streiten: Tesla-Chef Elon Musk befindet sich im verbalen Clinch mit John Krafcik, seines Zeichens CEO des Alphabet-Unternehmens Waymo. Krafcik hatte im Interview mit dem Manager Magazin angezweifelt, dass Tesla jemals echtes autonomes Fahren bieten könne. Tesla sei „überhaupt kein Rivale“, so Krafcik, weil der Autobauer zwar ein gutes Fahrassistenzsystem biete, dieses aber nichts mit autonomem Fahren zu tun habe. Teslas Ansatz: Das System immer weiter auszubauen, um irgendwann bei Level 5 – vollständig autonomem Fahren – anzukommen. Dazu sagt Krafcik: „So funktioniert das in der Praxis nicht.“

Waymo sei dem Konkurrenten weit voraus, weil es die notwendige Hardware, etwa entsprechende Sensoren, habe. Elon Musk ließ sich mit einer Antwort nicht lange bitten und entgegnete Krafciks Aussagen via Twitter: „Zu meiner Überraschung hat Tesla bessere Hard- und Software zur künstlichen Intelligenz als Waymo“.

Wunder Punkt bei Musk?

Weiter äußerte sich Musk bislang nicht zum Thema, seine Aussage untermauerte er auch nicht mit Belegen. Experten scheinen allerdings eher auf der Seite von Krafcik zu stehen. Das Manager Magazin zitiert mehrere Technologie-Experten, die die Sache ganz ähnlich sehen. Edward Niedermeyer, der Kommunikationschef von PAVE, einer Allianz von Unternehmen im Bereich autonomes Fahren, spreche regelmäßig mit Entwicklern der Branche und ihm falle „kein einziger ein, der Tesla als Konkurrenten sieht“.

Der Analysedienst Guidehouse Research gab im Frühjahr 2020 eine Rangliste heraus, die Unternehmen nach ihren Bemühungen und Fortschritten rund um das autonome Fahren bewertet. Tesla schaffte es auf diese Liste, allerdings nur auf den 18. Platz – von 18. An der Spitze des Rankings liegt Waymo.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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