Studie

So sehr schaden Software-Probleme Arbeitsleistung und Motivation

Veröffentlicht: 02.06.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 06.07.2022
Mann schaut nach oben vor Laptop

Wie viele Angestellte sitzen wohl gerade wartend an ihrem Computer und starren auf eine Fehlermeldung oder gar einen schwarzen Bildschirm? Ohne Software geht fast nichts mehr in der modernen Arbeitswelt – die Abhängigkeit kann aber auch sehr schaden, wie die Studie „State of Digital Adoption“ von Userlane zeigt. Über ein Drittel der Arbeitnehmer kann jede Woche mindestens eine Stunde nicht arbeiten, weil entsprechende Software nicht läuft, berichtet it-business.de. Hochgerechnet wären das Millionen von Arbeitsstunden, die Unternehmen verloren gehen.

Drei Viertel der deutschen Arbeitnehmer klagen über häufige Schwierigkeiten bei der Nutzung von Software, mehr als ein Viertel ist laut Studie sogar oft oder ständig frustriert. Das führt sogar so weit, dass jeder zehnte Angestellte deswegen bereits an Kündigung gedacht hat.

Darum sind Angestellte von Software genervt

Diese Ursachen für die Technik-Frustration wurden von den Befragten am häufigsten genannt:

  • Das IT-Team braucht zu lange, um zu reagieren (31 %).
  • Die Software ist zeitaufwändig oder verlangsamt die Arbeit (30 %).
  • Es sind zu viele komplexe Prozesse involviert (29 %).

Wenn Probleme auftauchen, gehen die Mitarbeiter unterschiedlich damit um. Jeweils rund ein Drittel hat wichtige Arbeitsaufgaben aufgeschoben oder sich beim Arbeitgeber beschwert. Zwölf Prozent haben versucht, das jeweilige Problem manuell bzw. analog zu lösen.

Unternehmen klagen über hohe IT-Kosten

Auch die Unternehmen klagen in einem andere Teil der Umfrage über Digitalisierung und IT. Demnach haben fast alle Unternehmen (93 %) mit Problemen bei der Einführung digitaler Technologien zu kämpfen. Als größte Herausforderungen wurden genannt: 

  • gestiegene Kosten bei der Einführung neuer Software (41%) und der Schulung dafür (32%)
  • Anstieg der Supportanfragen (32%)
  • zunehmende Unzufriedenheit der Mitarbeiter (24 %)
  • eine geringere Produktivität (23 %)

„Wenn die Mitarbeiter Schwierigkeiten bei der Nutzung von Software haben, erzielen Unternehmen nicht den bestmöglichen Return on Investment, sondern verlieren Zeit und Geld. Mit anderen Worten: Die digitale Transformation kann nur dann wirklich erfolgreich sein, wenn die digitale Akzeptanz hoch ist. Erst dann gelingt es, die Erfahrungen der Mitarbeiter zu verbessern“, sagt Hartmut Hahn, CEO von Userlane.

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Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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