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Studie

Verbraucher beweisen Geduld bei Lieferverzögerungen

Veröffentlicht: 27.03.2020 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 27.03.2020
Paketfahrer vor Fahrzeug

Im Online-Handel gibt es Gewinner und Verlierer der aktuellen Situation. Während sich viele Händler durchaus verunsichert zeigen und etwa mit Umsatzeinbußen zu kämpfen haben, gehen die Zahlen bei Amazon derzeit steil nach oben. Die Veränderungen, die derzeit mit dem Coronavirus einhergehen, betreffen aber nicht nur den Handel, sondern auch die Verbraucher. Und die zeigen in großen Teilen offenbar Verständnis dafür, dass in diesen Tagen nicht alles reibungslos läuft. Das ergibt eine repräsentative Verbraucherumfrage von YouGov im Auftrag der Vergleichsplattform Idealo.

62 Prozent der 2.035 Befragten haben zunächst einmal bislang keine Probleme bei der Lieferung von Paketen feststellen können. Nur 16 Prozent geben an, etwa bereits Verzögerungen erlebt zu haben. Auch das Einkaufsverhalten scheint sich zunächst nur unwesentlich zu verändern. Ein gutes Viertel (27 Prozent) der Befragten will in den kommenden Wochen deutlich mehr bzw. eher mehr im Internet bestellen als bisher. 23 Prozent geben aber wiederum an, sogar weniger bestellen zu wollen. Bei der Hälfte der Verbraucher ändert sich das Verhalten zunächst also gar nicht. 26 Prozent sind sogar dafür, die Zustellung von nicht notwendigen Briefen und Paketen in den kommenden Wochen ganz einzustellen.

Verständnis für Paketdienste

Generell zeigt sich, dass die Paketdienste auf viel Verständnis bei den Verbrauchern stoßen. Vier von fünf Befragten haben Verständnis dafür, wenn es bei der Lieferung in nächster Zeit zu Verzögerungen kommt. Nur vier Prozent zeigen kein Verständnis. Die Logistik-Branche – die oft genug Kritik einstecken muss – scheint sogar Sympathiepunkte bei den Kunden zu sammeln. 84 Prozent geben an, dass sie die harte Arbeit der Logistiker in der Coronakrise mehr zu schätzen wissen als sonst. Das gilt insbesondere für ältere Mitbürger: Bei Befragten über 55 Jahre liegt die Zustimmung bei 92 Prozent. Bei den 25- bis 34-Jährigen ist sie mit 68 Prozent deutlich geringer.

Die Kern-Ergebnisse der Studie hat Idealo in einer Infografik aufbereitet:

idealo Infografik Verbraucherbefragung Onlinehandel in der Coronakrise

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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