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Klickbremse Knowledge Graph

Jede zweite Google-Suchanfrage endet ohne Klick

Veröffentlicht: 16.08.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 16.08.2019
Google-Suche mit Knowledge Graph

Die Suchmaschinenoptimierung gehört seit langer Zeit zu den wichtigsten Aspekten im E-Commerce. Denn wer im Internet gefunden werden will, muss seine Website auf die vordersten Ränge bei Google und Co. bringen. Wie eine aktuelle Auswertung nun laut t3n.de allerdings zeigt, bekommen SEO-Manager mittlerweile immer größere Probleme durch den Knowledge Graph, den Google einsetzt.

Demnach soll jede zweite Suchanfrage nicht mehr mit einem Klick auf eine externe Website enden: 50,33 Prozent der Google-Suchen gehen ohne Klick aus, nur 42,25 Prozent der Anfragen enden in organischem Traffic für eine Website. Weitere 4,42 Prozent der Suchenden klicken letztlich auf eine Werbeanzeige. 

Kein Klick bei fast 62 Prozent aller Mobil-Suchen

Die Zahlen wurden für Suchanfragen in den USA auf Desktop- und Mobilgeräten erhoben. Es sei das erste Mal, dass die meisten Suchanfragen mit sogenanntem Zero-Click-Ergebnis ausgehen. Damit führe sich aber nur ein Trend fort, der bereits seit mehreren Jahren anhalte. Vor allem auf Mobilgeräten enden Suchanfragen ohne Klick auf ein Ergebnis: Hier liegt dieser Wert bei 61,94 Prozent. Bei Desktop-Geräten ist es nur jede dritte Suche, die nicht zu einem Klick führt.

Grund für diese Entwicklung ist Googles Bemühung, den Nutzern möglichst viele Informationen auf den ersten Blick – also auf der Suchergebnisseite direkt – anzuzeigen. Dazu setzt Google den sogenannten Knowledge Graph ein, der wichtige Informationen direkt anzeigt. So sollen Fragen schnell beantwortet werden. Wer etwa nach einem Film oder einem Autoren sucht, erhält auf der Desktop-Ansicht rechts neben den Suchergebnissen einen Überblick über die wichtigsten Daten. Die Suche nach einem Schauspieler zeigt beispielsweise den vollen Namen, Geburtsdatum und -ort, Ehepartner, Anzahl der Kinder und die wichtigsten Filme, in denen er mitgewirkt hat. 

Traffic aus verschiedenen Kanälen

Trotzdem sollten Webmaster jetzt in Sachen Suchmaschinenoptimierung nicht den Kopf in den Sand stecken, rät t3n. Das Thema sei „nach wie vor wichtig und das wird sich auch mittelfristig nicht ändern“. Zudem ist es ohnehin ratsam, mehrere verschiedene Traffic-Quellen für die eigene Seite aufzubauen – sei es ein eigener Blog, die Verbreitung über Social Media oder eben verschiedene Suchmaschinen.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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